ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2004; 113(4): 137-144
DOI: 10.1055/s-2004-825642
Wissenschaft
Neue Technologien
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Langzeitverhalten von CAD/CAM-gefertigten Keramikrestaurationen - Forschungspreis der AG Keramik würdigte die klinische Nachuntersuchung von Keramikinlays nach 9 Jahren[*]

Longevity of Ceramic Restorations made by CAD/CAM-SystemA. Posselt1
  • 1Köln
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Publication History

Publication Date:
04 May 2004 (online)

Zusammenfassung

794 Patienten mit 2328 Keramik-Einlagefüllungen, die in einer Zahnarztpraxis versorgt wurden, bildeten die Basis der Untersuchung. Die Restaurationen wurden „at chairside” mit dem Cerec-Verfahren hergestellt und in derselben Behandlungssitzung adhäsiv eingegliedert. Die Überlebenswahrscheinlichkeit betrug nach 9 Jahren 95,5 % (nach Kaplan-Meier). 35 von 2328 Cerec-Füllungen mussten als Misserfolg bewertet werden. Die Füllungsgröße, die Zahnvitalität, eine erfolgte CP-Behandlung, die Art der versorgten Zähne sowie die Füllungslage - getrennt nach Ober- bzw. Unterkiefer - hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Erfolgsprognose. Die häufigsten Misserfolgsgründe waren Zahnverlust durch Extraktion (22,9 %) und Frakturen (17,1 %).

Summary

In a dental office, 2,328 ceramic inlays were placed in 794 patients. The restorations were made chairside using Cerec technology and adhesively inserted at the same appointment. The clinical performance of the restorations was evaluated by Kaplan-Meier analysis. The probability of survival was 95.5 % after 9 years; 35 Cerec restorations were judged as failure. The prognosis for success was not significantly influenced by restoration size, tooth vitality, treatment of caries profunda (CP), type of tooth treated, or whether the restoration was located in the maxilla or mandible. The most common type of failure was the extraction of a tooth. In a clinical follow-up light-microscopic examination of 44 randomly selected restorations, an average composite joint width of 236.3 μm was found. 45.1 % of the restorations exhibited a perfect margin, and 47.4 % of the investigated joint sections showed underfilled margins.

1 Auf dem Keramiksymposium 2003 der Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde e. V., durchgeführt an der Universität München, wurde im Rahmen der Verleihung des „Forschungspreises Vollkeramik” die Arbeit von Dr. Anja Posselt vorgestellt, die sie unter der Leitung von Prof. T. Kerschbaum, Köln, erarbeitet hatte. Ziel der Studie war, die Überlebensdauer von Keramikinlays und -onlays zu analysieren, die bis zu 9 Jahren in situ waren. Die Studie ist hier gekürzt dargestellt.

Literatur

1 Auf dem Keramiksymposium 2003 der Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde e. V., durchgeführt an der Universität München, wurde im Rahmen der Verleihung des „Forschungspreises Vollkeramik” die Arbeit von Dr. Anja Posselt vorgestellt, die sie unter der Leitung von Prof. T. Kerschbaum, Köln, erarbeitet hatte. Ziel der Studie war, die Überlebensdauer von Keramikinlays und -onlays zu analysieren, die bis zu 9 Jahren in situ waren. Die Studie ist hier gekürzt dargestellt.

Korrespondenzadresse

Dr. Anja Posselt
Prof. Dr. T. Kerschbaum

Manfred Kern, AG Keramik

Phone: 0611/401278

Email: kern.ag-keramik@t-online.de

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