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DOI: 10.1055/s-2004-823645
Mediandrainage bei posttraumatischen frontobasalen Revisionen
In der vorliegenden Studie werden die Zugangswege und die Anlage einer Mediandrainage von extrakorpoal bei der operativen Versorgung von Patienten analysiert, die aufgrund von Fronto-Rhinobasisverletzungen chirurgisch behandelt werden mussten. Untersucht wurden alle Patienten, die im Beonachtungszeitraum von 1996 bis 2003 wegen komplexer Verletzung oder Mitbeteiligung der Schädelbasis und der Rhinobasis in der HNO-Klinik (Klinikum Augsburg) behandelt wurden. In einigen von diesen Fällen lag eine Duraverletzung mit Rhinoliquorrhoe vor. Im Rahmen der Akutversorgung erfolgte die Anlage von einem doppelseitigen Brillenschnitt, Entnahme eines Knochendeckels sowie die Anlage einer extrakorporalen Mediandrainage von außen zur Verbesserung des Abflusses der Stirnhöhle. Im Vergleich zu der herkömmlichen Gestaltung der Abflusswege nach Chaput und Meyer erfolgt die Abtragung des Bodens der Stirnhöhle an der medianen Grenze, der Spina nasalis superior und der korrespondierende Anteile des Nasenseptum von extrakorporal, sowie die Resektion des Septum intafrontale. Hierdurch erfolgt die Erweiterung der Kommunikation zwischen den Stirn- und der Nasenhaupthöhlen, die beliebig breit angelegt werden kann. Dieser Zugangsweg sowie die extra korporale Anlage von einer Mediandrainage bietet eine Alternative zu dem her-kömmlichen Zugang nach Chaput und Meyer und endonasalen Anlage einer Mediandrainage unter gleichzeitiger breiter Darstellung der Rhinobasis und ihrer Verletzung. Wir bevorzugen diesen Zugang daher insbesondere bei komplexen Schädelbasisverletzungen.
Key words
Liqourrhoe - Mediandrainage - Schädelbasisverletzung - Trauma - extrakorporal