Laryngo-Rhino-Otol 2004; 83 - 20_12
DOI: 10.1055/s-2004-823586

Computergestützte Bildsimulation bei der Rhinoplastik

I Kazak 1, B Sedlmaier 1, S Jovanovic 1
  • 1Charité, Universitätsmedizin, Berlin gilt für alle Standorte

Das Beratungsgespräch des Patienten mit dem Arzt vor einer Rhinoplastik ist ein wesentlicher Punkt der präoperativen Aufklärung. Es beeinflusst entscheidend das Vertrauensverhältnis zwischen dem Operateur und dem Patienten. Hierbei sollten die Vorstellungen des Patienten hinsichtlich der von ihm gewünschten Formveränderungen deutlich werden, andererseits sollte der Operateur unrealistische Wünsche aufzeigen. In einer prospektiven Untersuchung wurde der Einsatz einer computergestützten Bildsimulation in der Vorbereitungsphase eines funktionell-ästhetischen Eingriffs anhand subjektiver und objektiver Kriterien evaluiert. Bei 30 Patienten wurde präoperativ eine computergestützte Simulation der Formveränderung der Nase am digitalen Bild durchgeführt und anschließend die Akzeptanz durch den Patienten anhand eines Fragebogens analysiert. Die Patienten wurden explizit darauf hingewiesen, dass dieses Verfahren der Illustration dient und sich daraus keine Garantie für ein bestimmtes operatives Ergebnis ergibt. Weiter wurde postoperativ anhand digitaler Bilder und eines postoperativen Fragebogens der prädiktive Wert des Verfahrens ermittelt. Hierbei wurden neben subjektiven Angaben unterschiedliche Profilwinkel (nasolabial, nasofrontal, nasofazial, nasomental) und Proportionsindizes am digitalen prä- und postoperativen Bild verglichen.