Pneumologie 2004; 58 - P226
DOI: 10.1055/s-2004-819567

Bei Patienten mit isolierter Frühreaktion steigt im Gegensatz zu Patienten mit allergischer Spätreaktion die Konzentration von reduziertem Glutathion im induzierten Sputum nach inhalativer Allergenprovokation an

J Beier 1, KM Beeh 1, D Semmler 1, R Buhl 1
  • 1Schwerpunkt Pneumologie, III. Med. Klinik, Universität Mainz, Mainz

Einleitung: Die Pathogenese der allergischen Spätreaktion (LAR) nach inhalativer Allergenprovokation (AC) ist nur unzureichend geklärt. Kürzlich wurde gezeigt, dass das Antioxidans Glutathion und endogene Nitrosothiole protektiv gegenüber bronchokonstriktorischen Stimuli sind.

Fragestellung: Konzentrationen von reduziertem (GSH), oxidiertem (GSSG) Glutathion und Nitosothiolen im induzierten Sputum bei Asthmatikern mit dualer Antwort (LAR+) und isolierter Frühreaktion (LAR-) nach AC.

Methoden: Bei 24 Patienten (12 LAR+; 12 LAR-) wurden vor und 24 Stunden nach AC exhaliertes NO, Sputum-Zelldifferential und GSSG, GSH und Nitrosothiol im Sputumüberstand bestimmt.

Ergebnisse: Die Ausgangswerte für alle Parameter waren in beiden Gruppen gleich (p>0,1). Sputumeosinophile stiegen in beiden Gruppen an (p0,23).

Schlussfolgerung: GSH steigt nur bei LAR- nach AC an. Unterschiedliche Mechanismen nach AC, scheinen sich also in verschiedenen Phänotypen auszudrücken. Die Rolle von Glutathion bei der allergen-induzierten Bronchokonstriktion muss noch weiter untersucht werden.