Zusammenfassung
Weltweit ist eine Zunahme chronischer Nierenerkrankungen zu verzeichnen. Vielfach
mangelt es an spezifischen Therapien. Die Folge ist eine unaufhaltsame Krankheitsprogression
bis hin zur terminalen Niereninsuffizienz. Transplantation und Dialyse können zwar
Leben verlängern und Lebensqualität sichern, aber Bedarf und Kosten solcher Nierenersatztherapien
steigen stetig. Zudem werden die Dialysepflichtigen immer älter und die Zahl der diabetischen
Nierenschädigungen wächst weiter. Berichte aus den USA belegen: Dort hat sich in den
letzten 10 Jahren die Zahl urämischer Patienten auf 372 000 verdoppelt (Hochrechnungen
erwarten bis 2010 etwa 650 000 Betroffene). Im gleichen Zeitraum stieg das Durchschnittsalter
der Dialysepatienten von 58 auf 62 Jahre. Kostenanalytiker errechneten für die nächsten
10 Jahre eine Verdopplung der Aufwendungen für niereninsuffiziente Patienten auf insgesamt
31,5 Milliarden Euro. Einem europäischen Survey zufolge stellen Niereninsuffiziente
zwar nur 0,02 % bis 0,06 % der Gesamtbevölkerung, benötigen aber 0,7 % bis 1,8 % des
Gesundheitsbudgets.