PPH 2002; 8(5): 240-245
DOI: 10.1055/s-2002-35194
Pflegeforschung
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Kulturelle Besonderheiten im psychosozialen Erleben und Verhalten im Alltag - am Beispiel türkischer MigrantInnen

A.  Zielke-Nadkarni1
  • 1Andrea Zielke-Nadkarni ist Professorin an der Fachhochschule Münster im Fachbereich Pflege, Studiengang Pflegepädagogik, Lehrgebiet: Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik.
Geringfügig geänderter Vortrag, gehalten am 15. 11. 2001 in der Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Münster.
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Publication Date:
30 October 2002 (online)

In jede Pflegesituation fließen die Lebenswirklichkeit sowohl von dem einzelnen kranken Menschen als auch von den einzelnen professionell Pflegenden ein. Die Deutungs- und Sinnstrukturen und abweichende Vorstellungen zu thematisieren, würde zur gegenseitigen Verständigung und zum Verständnis beitragen.

Literatur

  • 1 Berger P, Luckmann T. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Frankfurt/M; 1969
  • 2 Flick U. Alltagswissen über Gesundheit und Krankheit. Überblick und Einleitung. In: Flick U Alltagswissen über Gesundheit und Krankheit. Subjektive Theorien und soziale Repräsentationen. Heidelberg; Asanger 1991: 9-27
  • 3 Flick U. Qualitative Forschung. Theorie, Methoden, Anwendung in Psychologie und Sozialwissenschaften. 2. Aufl. Reinbek; Rowohlt 1996
  • 4 Leferink K. Sympathie mit der Schizophrenie - Die Methoden und ihre psychische Krankheit. In: Zaumseil M, Leferink K Schizophrenie in der Moderne - Modernisierung der Schizophrenie. Bonn; Psychiatrie-Verlag 1997: 27-81
  • 5 Mutz G, Kühnlein I. Lebensgeschichte als Skript?. In: Flick U Alltagswissen über Gesundheit und Krankheit. Subjektive Theorien und soziale Repräsentationen. Heidelberg; Asanger 1991: 230-244
  • 6 Spradley J. The ethnographic interview. Fort Worth; 1979
  • 7 Tenbruck F. Die kulturellen Grundlagen der Gesellschaft. Der Fall der Moderne. Opladen; 1989
  • 8 Vetter B. Psychiatrie. Stuttgart; 1995

1 Für diesen Hinweis danke ich Frau Prof. Petra Kappert von der Universität Hamburg.

2 W. M. Pfeiffer nennt den Koran als Herkunftsort exorzistischer Riten, die es aber auch in der Bibel gibt (Markus-Ev. 9, Lukas-Ev. 9, 38 - 842).

3 Als „symbolische Heilung” werden alle Formen der Heilung bezeichnet, die nicht durch physische Interventionen (wie Operation, Medikamenteneinnahme, Klistier o. ä.) verursacht werden, sondern mittels anderer Medien, z.B. durch Worte, religiöse oder rituelle Handlungen. - Auch die Psychotherapie kann in diesem Sinne als Form symbolischer Heilung gelten.

Dr. Andrea Zielke-Nadkarni

Fachhochschule Münster · Fachbereich Pflege

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