Rofo 2000; 172(8): 717-718
DOI: 10.1055/s-2000-7373
DER INTERESSANTE FALL

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Posttraumatische Dissektion der Arteria renalis - bildgebende Diagnostik und interventionelle Therapie

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Publikationsdatum:
31. Dezember 2000 (online)

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Polytraumatisierte Patienten zeigen im Bereich der parenchymatösen intra- und retroperitonealen Organe bei entsprechender Gewalteinwirkung Leber-, Milz- und Nierenrupturen. Gefäßabrisse mit entsprechenden Blutungen führen meist zu unmittelbaren operativen Konsequenzen. Posttraumatische Dissektionen der Nierenarterien sind insgesamt selten. Sie sind bei fehlendem Hämatom in der primären Bildgebung schwierig zu erfassen und drohen im weiteren Verlauf zu einem Verschluss der Nierenarterie zu führen.

Vorgestellt wird der Fall einer posttraumatischen Dissektion der linken Nierenarterie mit entsprechender Diagnostik und erfolgreicher interventionell-radiologischer Therapie in Form einer Stentimplantation.

Veranschaulicht werden soll dabei besonders die Strategie der bildgebenden Diagnostik in Form einer primären kontrastmittelunterstützten Spiral-CT-Untersuchung und einer befundbezogenen farbkodierten Duplexsonographie. Die Kombination dieser Untersuchungen ermöglichte die rechtzeitige Angiographie mit Intervention und somit die Erhaltung der Niere.