Laryngorhinootologie 1999; 78(11): 638-641
DOI: 10.1055/s-1999-8765
NASENNEBENHÖHLEN
Georg Thieme Verlag Stuttgart ·New York

Erfahrungen mit der Anwendung des Kozlov-Trokars zur transfazialen Entfernung von Kieferhöhlenbefunden

The Kozlov-Trocar for Surgery of Pathology of the Maxillary Sinus A. Esriti ,  J. Maurer ,  W. Mann
  • Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Mainz (Direktor: Prof. Dr. med. W. Mann)
Further Information

Publication History

Publication Date:
31 December 1999 (online)

Zusammenfassung

Hintergrund: Krankhafte Veränderungen der Kieferhöhle sind auf direktem Wege nur mit relativ großem Aufwand erreichbar. Patienten und Methode: Daher wurde bei 39 Patienten der Einsatz eines neuen Trokars überprüft, der von Kozlov 1997 zur transfazialen Entfernung umschriebener Kieferhöhlenbefunde vorgestellt wurde. Insgesamt wurden 52mal pathologische Befunde der Kieferhöhle über diesen Trokar entfernt. Der Eingriff kann in Lokalanästhesie durchgeführt werden, wenn weitere Maßnahmen an der Nase und im Bereich der übrigen Nebenhöhlen nicht indiziert sind; oder er kann in Verbindung mit einer endonasalen Operation in Vollnarkose vorgenommen werden. Ergebnisse und Schlußfolgerung: Die Verwendung des Instrumentes erwies sich in allen Fällen als leicht anzuwendendes und für den Patienten wenig belastendes Verfahren für transfaziale Kieferhöhlenoperationen bei gutartigen Prozessen. Als Nachteile wurden nach 11 von 52 Eingriffen ein Taubheitsgefühl oder Hypästhesie der Lippe und einzelner Zähne 12 Monate nach dem Eingriff angegeben. Der Vorteil gegenüber früheren Instrumenten liegt in der größeren Beweglichkeit, der besseren Übersicht und der Möglichkeit auch gebogene sowie maschinelle Instrumente unter mikroendoskopischer Sicht in die Kieferhöhle einzuführen und umschriebene pathologische Prozesse schleimhautschonend zu entfernen. Die Nachteile des Verfahrens treten gegenüber den Vorteilen in den Hintergrund. Größere Komplikationen wurden nicht beobachtet.

Background: Pathologies of the maxillary sinus can be reached through a transfacial approach. Methods and Patients: Therefore a new trocar designed by Kozlov was used to remove pathologic changes in 39 patients using a transcanin fossa puncture approach. A total of 52 procedures were performed and the long-term sequelae were evaluated over a period at least 12 months. Results: This new trocar allowed in all cases for removal of pathologies within the maxillary sinus with various instruments and even powered instruments under microscopic control. Hypesthesia and numbness of the lip and individual teeth persisted after 11 of 52 procedures without major discomfort for the patient. Conclusion: This new instrument has proved to be a useful tool to perform limited sinus procedures under local anaesthesia or as an adjunct of endonasal surgery under general anaesthesia in our hands.

Literatur

Dr. Anwar Esriti

Univ.-HNO-Klinik

Langenbeckstraße 1

55101 Mainz

    >