Aktuelle Ernährungsmedizin 2025; 50(02): e10
DOI: 10.1055/s-0045-1809103
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Resorption und Bioverfügbarkeit Von Liposomalem Vitamin C: Eine Systematische Analyse Aktueller Studien und Relevanz Für Die Klinische Ernährung

Authors

  • A Laumen

    1   Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, Germany
  • K Rahl

    1   Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, Germany
  • O Renner

    1   Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, Germany
 

Introduction: Vitamin C ist ein essenzielles Biomolekül, dessen Bioverfügbarkeit bei oraler Zufuhr aufgrund resorptiver Kapazitäten begrenzt ist, die u. a. durch physiologische und pathophysiologische Vorgänge bedingt sind. Liposomale Präparate können die Versorgung für Personen mit eingeschränkter Aufnahmefähigkeit oder erhöhtem Bedarf verbessern.

Objectives: Diese Arbeit konsolidiert die Erkenntnisse zu Resorption und Bioverfügbarkeit von liposomalem Vitamin C im Vergleich zu nicht-liposomalen Formulierungen und deren potenzielle Relevanz in bereits durchgeführten humanen Studien.

Methods: Eine systematische Literaturrecherche wurde in PubMed und Google Scholar mit den Begriffen "Liposomal Vitamin C", "Liposomal Ascorbic Acid" und "Liposomal Ascorbate" im September 2024 durchgeführt. Inkludiert wurden Studien mit gesunden ProbandInnen. Verglichen wurden Studienergebnisse wie Plasmaspiegel, Maximalkonzentrationen, antioxidative Effekte und neuere Messverfahren wie Echtzeit-Sonographie unter der liposomalen Aufbereitung in Korrelation zu nicht-liposomalen Formulierungen.

Results: Insgesamt wurden zehn Studien betrachtet, wobei orale liposomale und herkömmliche Präparate sowie intravenöse Formulierungen innerhalb der Studien gegenübergestellt wurden. Die maximale orale Verabreichung von nicht-liposomalen Präparaten lag bei 10 g, während sie bei liposomalen Präparaten auf bis zu 36 g gesteigert wurde und maximale Plasmaspiegeln von ca. 400 µM erreicht wurden. Standardisierte Vitamin-C-Mengen (10 g) erreichten Plasmaspiegel von 303 µM nach liposomaler Supplementation vs. 180 µM bei herkömmlicher Gabe. Liposomale Formulierungen zeigten im Vergleich zu herkömmlichen oralen Präparaten eine signifikant höhere Maximalkonzentration (5,44-fach) (p<0.0005) und Bioverfügbarkeit (5,75-fach) (p<0.0005). Sie wurden ohne messbare toxische Effekte insgesamt gut toleriert.

Conclusion: Orales liposomales Vitamin C zeigt eine höhere Bioverfügbarkeit als orales nicht-liposomales. Weitere randomisierte Studien mit größeren Studienpopulationen und längerer Laufzeit an gesunden ProbandInnen sind erforderlich, um diese Effekte und das Langzeitpotenzial zu bestätigen. Klinisch relevant wäre die Supplementation liposomaler Formulierungen für Personen mit gesteigertem Bedarf wie Schwangere, SportlerInnen, RaucherInnen, ältere Menschen oder chronisch Kranke.



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Article published online:
25 May 2025

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