Gastroenterologie up2date 2018; 14(04): 383-396
DOI: 10.1055/s-0044-101189
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Checkpoint-Inhibitoren: die neue Immuntherapie bei gastrointestinalen Karzinomen

Markus Moehler
,
Friedrich Foerster
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Publication Date:
06 December 2018 (online)

Die Immuntherapie erfährt viel Aufmerksamkeit in der Krebsmedizin wegen beachtlicher therapeutischer Erfolge bei zahlreichen Tumorarten. Die zentrale Medikamentengruppe sind die Checkpoint-Inhibitoren (CI) – für ihre Entdeckung wurde 2018 der Nobelpreis für Medizin verliehen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die bereits vorhandene Evidenz und den aktuellen Stellenwert von CI bei der Therapie gastrointestinaler Tumoren.

Kernaussagen
  • Die Klasse der Checkpoint-Inhibitoren (Nivolumab, Pembrolizumab, Avelumab, Atezolizumab u. a.) gehört zu den vielversprechendsten immuntherapeutischen Medikamenten bei gastrointestinalen Tumoren (GI-T).

  • Parallel konzentriert sich die Forschung auf die Frage, welche Biomarker prädiktiv für das Ansprechen auf eine Immuntherapie bei GI-T sind.

  • In den USA ist Nivolumab nach Sorafenib für das HCC zugelassen.

  • In den USA sind Nivolumab und Pembrolizumab und kombiniert Nivolumab + Ipilimumab seit 2017 beim kolorektalen Karzinom mit Mismatch-Reparaturdefizienz oder hochgradiger Mikrosatelliteninstabilität zugelassen.

  • Nivolumab bzw. Pembrolizumab sind in Japan/Schweiz bzw. USA bereits zur Behandlung von therapierefraktärem, in USA bei PD-L1-positivem Magenkrebs zugelassen. Nivolumab ist ohne Einschränkung zugelassen.

  • Die Teilnahme von Zentren und der Einschluss von Patienten in Phase-II/III-(Zulassungs-)Studien sind gerade für jüngere Patienten sehr wertvoll.