Pneumologie 2019; 73(01): 34-39
DOI: 10.1055/s-0043-125015
Historisches Kaleidoskop
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Über Stäbchenplessimeterpercussion.[*]

Plessimeter Percussion
E. M. Keller
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
07. Dezember 2018 (eFirst)

In seiner umfassenden Arbeit über physikalische Untersuchungsmethoden (Virch. Arch. 1854) stellte Wintrich die für das Zustandekommen des Metallklanges in Hohlräumen geltenden Bedingungen fest. Ziemlich kurze Erwähnung geschieht dabei der Percussionsauscultation, eines Verfahrens, dessen Anwendung schon Laennec 1837 (Traité de l’auscultat. méd.) bei von sehr dicken Wandungen bekleideten Hohlräumen empfahl. Da nämlich nur diejenigen Schallwellen dem Ohre vernehmlichen Metallklang bieten, welche durch die Wandungen des percutirten Schallraumes hindurch gehen, so wird bei blosser Percussion der Metallklang um so weniger deutlich gehört werden können, je dicker die Wandungen sind. Zur Ausführung der Percussionsauscultation sollte gleichzeitig das Ohr, respect. das Stethoskop an einer Stelle aufgesetzt, die Percussion an einer anderen ausgeführt werden.

Zoom Image
Abb. 1 Titelblatt.

Aus diesem Verfahren ist die Stäbchenplessimeterpercussion hervorgegangen.

* Inaugural-Dissertation verfasst und der hohen Medicinischen Fakultät der KGL. Bayer. Julius-Maximilians-Universität Würzburg zur Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe vorgelegt von Emil Max Keller aus Washington. Würzburg. J. M. Richter’s Buchdruckerei. 1888. Referent: Herr Professor Dr. Leube.