Gesundheitswesen 2017; 79(12): 1093-1094
DOI: 10.1055/s-0043-123502
Kommentar
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Versorgungsforschung – Gegenstand einer neuen Wissenschaft oder transdisziplinäre Aktivität?

Kommentar zum Positionspapier der AG Digital Health des DNVF: Digitale Gesundheitsanwendungen – Rahmenbedingungen zur Nutzung in Versorgung, Strukturentwicklung und Wissenschaft
Ulrich Mansmann
1  IBE, Lehrstuhl für Biometrie und Bioinformatik Medizinische Fakultät Ludwig-Maximilians-Universität, München
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
29 December 2017 (online)

Das Positionspapier des DNVF impliziert meine Titelfrage in seinem letzten Satz: Dies birgt für die Versorgungsforschung die … Option, sich … als reifes und verantwortungsvolles Wissenschaftsgebiet zu präsentieren. Die Autoren kommen zu dieser Schlussfolgerung nach einer Diskussion zur raschen Weiterentwicklung digitaler Technologien im Gesundheitswesen und deren Evaluation hinsichtlich gesellschaftlichen Nutzens und gesellschaftlicher Risiken. Ihr Papier behandelt keine Fragen, die einem wissenschaftsinternen Diskurs entspringen. Es diskutiert ein integratives Forschungsprinzip, das wissenschaftliches und praktisches Wissen verbindet. Dieses Forschungsprinzip ist integrationsorientiert und transdisziplinär. Es vermittelt keine Methoden zwischen sondern bedient sich der Methoden unterschiedlicher Disziplinen.