Zahnmedizin up2date 2018; 12(02): 123-131
DOI: 10.1055/s-0043-118201
Parodontologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Periimplantäres Weichgewebemanagement

Markus Schlee
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Publication Date:
25 April 2018 (online)

Periimplantäre Infektionen sind die häufigste Ursache für den Verlust von Implantaten. Die Qualität der Weichgewebsmanschette um Implantate ist von großer Bedeutung für die Aufechterhaltung periimplantärer Gesundheit – die Dimension der Weichgewebe beeinflusst die Stabilität des Attachments, aber auch das Ausmaß der knöchernen Umbauvorgänge. Das periimplantäre Weichgewebsmanagement ist daher ein wichtiger Faktor für den Implantaterfolg.

Kernaussagen
  • Periimplantäres Weichgewebsmanagement berücksichtigt die Faktoren Dicke, Breite, Keratinisierung und Beweglichkeit des Gewebes.

  • Implantate mit dickem Weichgewebe erfahren weniger Knochenabbau, Weichgewebsrezessionen und periimplantäre Infektionen.

  • Dickes periimplantäres Weichgewebe ist der Ästhetik zuträglich (weniger Rezessionen und mehr Papille).

  • Mobiles Weichgewebe zieht mehr periimplantäre Probleme nach sich und die Mundhygiene ist bei solchen Fällen erschwert.

  • Periimplantäres Weichgewebe kann nur am Knochen befestigt sein. Deshalb benötigt man etwa 4 mm keratinisiertes Gewebe, um Mobilität zu vermeiden. Die Dicke des periimplantären Weichgewebes sollte größer als 2 mm sein.