Notf.med. up2date 2017; 12(04): 379-392
DOI: 10.1055/s-0043-116792
Allgemeine und organisatorische Aspekte
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Innerklinisches Notfallmanagement

Jens-Christian Schewe
,
Stefan Lenkeit
,
Stephan Seewald
,
Barbara Jakisch
,
Tanja Jantzen
Further Information

Publication History

Publication Date:
06 December 2017 (online)

Notfälle und Kreislaufstillstände zeichnen sich im Vorfeld häufig durch Veränderungen der Vitalparameter ab und können potenziell durch adäquate Früherkennung abgewendet werden. Der innerklinische Notfall ist eine Herausforderung für das Risikomanagement im Krankenhaus.

Kernaussagen
  • Der innerklinische Notfall ist eine Herausforderung für das Risikomanagement im Krankenhaus. Zeitverzögerungen bei der Erkennung und Behandlung des kritisch kranken Patienten führen zu schwerwiegenden Zwischenfällen bis hin zum Kreislaufstillstand.

  • Am Anfang der Überlebenskette und im Sinne der Verhinderung des Kreislaufstillstandes steht die Früherkennung des sich verschlechternden Patienten.

  • Wichtige Säulen eines präventiven innerklinischen Notfallmanagementkonzeptes zur Verbesserung der Patientensicherheit sind:

    • konsequente Überwachung/Monitoring kritisch kranker Patienten zur Früherkennung potenzieller Notfallsituationen und

    • Etablierung von Medizinischen Einsatzteams (MET) als Reaktion auf eine gemeldete kritische Situation des Patienten.

  • Regelmäßige Schulungen aller Mitarbeiter im Krankenhaus im Erkennen von Notfallsituationen und Einleiten von Erstmaßnahmen sind notwendig.

  • Als Beitrag zum Qualitätsmanagement existiert mit den Werkzeugen des Deutschen Reanimationsregisters eine Plattform zur Erfassung und Auswertung der Einsätze eines Medizinischen Einsatzteams.