Diabetes aktuell 2017; 15(05): 216-219
DOI: 10.1055/s-0043-115493
Schwerpunkt
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Herausforderungen des Diabetes an Jugendliche: Chancen und Grenzen neuer Technologien

Der Patient selbst bleibt gefordertRalph Ziegler1
  • 1Diabetologische Schwerpunktpraxis für Kinder und Jugendliche, Münster
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Publication Date:
25 August 2017 (online)

Zusammenfassung

Der Typ-1-Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter – die Zahl an Betroffenen steigt stetig an. Dabei sind die Belastungen der täglichen, ja sogar stündlichen Behandlung ohne Pause und ohne Ferien real und nicht zu unterschätzen. Moderne Technologien können helfen, diese Belastungen zu reduzieren. Sie umfassen schnelle Insuline zur besseren Abdeckung von Kohlenhydraten, Verzögerungsinsuline, deren Wirkprofil eine Variation des Injektionszeitpunkts bei wechselnden Tagesabläufen erlaubt, Insulinpumpen, verschiedene Methoden der kontinuierlichen Glukosemessung und schließlich die Möglichkeiten der systematischen digitalen Datenauswertung. All diese Technologien können jedoch nur dazu beitragen, die immer noch notwendige Therapie konsequent umzusetzen. Der Patient selbst bleibt immer gefordert, täglich mehrfach die richtige Menge Insulin zum richtigen Zeitpunkt unter die Haut zu injizieren.