Gefäßmedizin Scan 2017; 04(03): 145
DOI: 10.1055/s-0043-112832
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Gefäßmedizin Scan – alles, was Sie in der Gefäßmedizin wissen müssen

E. Sebastian Debus
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Publication Date:
13 September 2017 (online)

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E. Sebastian Debus

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch mit dieser Ausgabe der Gefäßmedizin Scan können wir Ihnen sorgfältig ausgewählte gefäßmedizinische Publikationen vorstellen, die wir für Sie – wie üblich – kompakt und übersichtlich für ein ressourcensparendes Literaturstudium dargestellt haben.

Für die Rubrik „Diskussion“ konnten wir wieder namhafte Experten gewinnen. Hervorzuheben ist u. a. eine Studie, in der die Autoren die Veränderung der Zielgefäßgeometrie nach fenestrierter EVAR untersuchen und den Einfluss auf die postoperative Nierenfunktionseinschränkung analysieren. Auch die Studie von Wickström et al., in der nicht invasive hämodynamische Paramater zur frühzeitigen Erkennung von Risikopatienten mit PAVK verglichen werden, liefert ein interessantes Ergebnis. Seien Sie gespannt auf die Expertenkommentare zu diesen Studien von Tilo Kölbel und Christine Espinola-Klein.

Die Themen der Rubrik „Aktuell“ sind wie gewohnt vielfältig und behandeln folgende und weitere Fragen aus unseren Fachgebieten, die für Ihre tägliche Arbeit von Interesse sind:

  • EVAR oder offene Operation – ist bei der Versorgung abdomineller Aortenaneurysmen die Erfahrung des Operateurs mit der perioperativen Sterblichkeit assoziiert?

  • Wie aussagekräftig ist die WIfI-Klassifikation bei der Vorhersage des 1-Jahres-Amputationsrisikos bei chronischer Extremitätenischämie?

  • Kann durch eine umfassende präoperative geriatrische Begutachtung ein kürzerer Krankenhausaufenthalt erreicht werden? Wie sieht es hier mit der Komplikationsrate aus? Fällt sie durch die geriatrische Begutachtung geringer aus?

  • Ist eine ultraschallgesteuerte Angioplastie eines dysfunktionalen Zugangs zur Hämodialyse praktikabel und sicher?

  • Welchen Effekt hat die Zelltherapie mit autologen ALDHbr-Zellen bei der PAVK?

Gerne empfehlen wir Ihnen auch unsere beiden sehr informativen und schön bebilderten CME-Beiträge:

  • Die Terroranschläge der jüngsten Zeit in europäischen Großstädten haben uns schmerzlich vor Augen geführt, dass die lebensrettende chirurgische Blutungskontrolle nicht mehr nur ein „Steckenpferd“ der Gefäßchirurgen ist – der Gefäßchirurgie kann hier eine sehr zentrale Rolle zukommen! Teil 2 der Gefäßverletzungen von Daniel Hinck und Kollegen vermitteln dem Leser daher ausgewählte gefäßchirurgische Zugangswege im Hals- und Thoraxbereich zur Kontrolle lebensbedrohlicher Blutungen.

  • Ludwig Caspary hat eine ausgezeichnete Übersicht zu den Vaskulitiden und deren zugrunde liegenden Pathomechanismen verfasst. Eine vergleichbare Arbeit liegt in deutscher Sprache bislang nicht vor.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Autoren, die zu diesem gelungenen Heft beigetragen haben und wünschen Ihnen eine spannende sowie erkenntnisreiche Lektüre.

Mit herzlichen Grüßen aus Hamburg

Ihr Univ.-Prof. Dr. med. E. Sebastian Debus für das Herausgebergremium der Gefäßmedizin Scan