CC BY-NC-ND 4.0 · Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2018; 15(02): 115-119
DOI: 10.1055/s-0043-111747
Wissenschaftliche Arbeit
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Präpektorale Implantateinlage in der plastisch-rekonstruktiven Mammachirurgie – ein Diskussionsbeitrag

Article in several languages: English | deutsch
Stefan Paepke
1  Breast Centre of the Technical University of Munich, Germany
,
Ralf Ohlinger
2  Breast Centre of the Ernst Moritz Arndt University of Greifswald, Germany
,
Evelyn Klein
1  Breast Centre of the Technical University of Munich, Germany
,
Marc Thill
3  Obstetrics and Gynaecology Clinic, Breast Centre, Agaplesion Markus Hospital, Frankfurt am Main, Germany
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Publication Date:
05 June 2018 (online)

  

Zusammenfassung

Die implantatbasierten Rekonstruktionstechniken nehmen in den letzten Jahren national und international kontinuierlich zu und decken ein weites Spektrum rekonstruktiver Anforderungen ab. Die nipple-sparende subkutane Mastektomie mit subpektoraler Implantat-Sofortrekonstruktion stellt das derzeitige Standardverfahren dar. Diese Operationstechnik erfordert jedoch den Einsatz heterologen Materials in Form von azellulären dermalen Matrices oder synthetischen Netzen, um eine optimale Implantatabdeckung, eine Stabilisierung des unteren Brustpols, die Stabilisierung des Implantats und die Fixierung des Muskels zu erreichen und somit ein optimales Ergebnis zu erzielen. Obwohl die subpektorale Implantateinlage hinsichtlich der Sicherheit und der Kosmetik sehr gute Ergebnisse zeigt, erfährt die präpektorale Implantateinlage derzeit eine Renaissance. Speziell für diese Rekonstruktionsmethode entwickelte Materialien [1] vereinfachen die Operationstechnik, und die durch die subpektorale Implantatposition hervorgerufenen Nebenwirkungen wie das „Jumping-Breast-Phänomen“, Schmerzen, Beeinträchtigungen der Schulterfunktion und Risiken wie Blutungen können verringert werden. So ergänzen die Möglichkeiten der präpektoralen Implantateinlage das Gesamtspektrum der rekonstruktiven Operationen; eine sorgfältige Indikationsstellung und die Analyse der Operationsergebnisse sind erforderlich, um eine Gesamtbeurteilung zu ermöglichen.