Klin Monatsbl Augenheilkd 2017; 234(06): 822-827
DOI: 10.1055/s-0043-107889
Statement
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Stellungnahme des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft und der Retinologischen Gesellschaft: OCT-Angiografie in Deutschland: Präsentation, Nomenklatur und Zukunftswünsche (Stand Januar 2017)

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
06.Juni 2017 (online)

Die OCT-Angiografie (OCT-A) ist eine neue nicht-invasive diagnostische Methode, die eine differenzierte Darstellung der retinalen und in geringerem Ausmaß der chorioidalen Gefäße sowohl im gesunden als auch im erkrankten Zustand ermöglicht [1], [2], [3], [4]. Zahlreiche Hersteller bieten diese neue Technologie zur klinischen Anwendung an. Dabei beruhen die unterschiedlichen Instrumente auf ähnlichen Grundprinzipien, unterscheiden sich aber u. a. bezüglich der verwendeten OCT-Techniken (SD oder SS) und Berechnungsalgorithmen. Zudem sind die Darstellungsmöglichkeiten sehr vielseitig und zum Teil unterschiedlich und die klinisch genutzten Analysestrategien der Anwender sehr variabel. Um eine Vergleichbarkeit zwischen den verschiedenen Instrumenten zu erreichen – besonders wichtig für zukünftige multizentrische Studien – und zudem klinisch gegenüber der ophthalmologischen Öffentlichkeit mit einer transparenten und vergleichbaren Kommunikation aufzutreten, wurde bei einem gemeinsamen Treffen von Herstellern und Anwendern ein Konsenspapier erstellt, das versucht diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen und die zum jetzigen Zeitpunkt sinnhaften Punkte zur Anwendung, Auswertung und Kommunikation mit der und über die OCT-A zusammenzufassen.