Balint 2017; 18(03): 69
DOI: 10.1055/s-0043-101073
Liebe Leser Editorial
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Liebe Leserin, lieber Leser

Günther Bergmann
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Publication Date:
07 September 2017 (online)

Im Juni 2017 schreibt Heike Schmoll in der FAZ über die Sprache und Bildung nach Humboldt. Es ging Humboldt darum „das Prinzip zu erhalten, die Wissenschaft als etwas noch nicht ganz Gefundenes und nie ganz Aufzufindendes zu betrachten und unablässig als solches zu suchen“. Im Zusammenhang mit seiner Zielsetzung z. B. auch Sprachen zu lernen, formuliert es Humboldt so: „Das Erlernen einer anderen Sprache ist für ihn ganz elementar mit dem Überwinden von Fremdheit, mit einer Aneignung der fremden Welt und ihrer Überführung in das Eigenthum des Geistes verbunden“. Von daher verstehe er die Sprachwissenschaft und ihre Aufgabe darin, die Unterschiede der Weltansichten in ihrer lautlichen Gestaltung zu beschreiben.