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DOI: 10.1055/s-0042-1745533
Gesundheit im Alter von Menschen ab 55 Jahren in Frankfurt am Main: Ergebnisse nach Sozialstatus mittels Sekundärdatenanalyse
Authors
Hintergrund Zum Gesundheitszustand der älteren Bevölkerung in Frankfurt liegen kaum Daten vor. Die aus dem Jahre 2012/2013 in Frankfurt am Main durch das RKI erhobene Zusatzstichprobe der „GEDA“ Studie (Gesundheit in Deutschland aktuell) soll weitere Erkenntnisse liefern. In dieser Analyse werden Daten zum Gesundheitszustand und weiteren Parametern der älteren Bevölkerung ab 55 Jahren nach Sozioökonomischen Status (SES) zur Ableitung möglicher Handlungsempfehlungen für präventive und gesundheitsförderliche Maßnahmen untersucht.
Methodik Im Zeitraum von 03/12 bis 03/13 wurden Daten von Frankfurter Bürgern über 18 Jahre mittels computergestützter telefonischer Befragung durch eine repräsentative Zufallsstichprobe aus dem Festnetz-Stichprobensystem des ADM (Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V.) erhoben. U.a. wurden gesundheitsbezogene, lebensstilbezogene und umweltbezogene Daten erfasst. Diese werden mit dem vorliegenden Sozioökonomischen Status in Beziehung gesetzt. Die Analyse erfolgt durch IBM Statistics. Vor der Analyse erfolgte eine Gewichtung der Daten und es wurden nur Personen ab 55 Jahre in der Auswertung berücksichtigt.
Ergebnisse 904 Personen der 2698 vorliegenden Interviews von Frankfurter Bürgern sind 55 Jahre und älter. Davon sind 40,2% zwischen 55-64 Jahre, 48,3% 65-79 Jahre und 11,5% 80 Jahre und älter. 54,6% der eingeschlossenen Personen sind weiblich. 17,3% der Probanden weisen einen niedrigen SES auf und 21,4% einen hohen SES. In Bezug auf untersuchte gesundheitliche und andere Endpunkte, z.B. allgemeiner Gesundheitszustand, psych. Wohlbefinden, Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Hypertonie, Rückenschmerzen), Krankenhausnächte, Lebensstilfaktoren, soziale Unterstützung etc. ist oftmals ein sozialer Gradient ersichtlich mit schlechteren Resultaten in niedrigeren Statusgruppen. Mit zunehmenden Alter ist oftmals ein schlechterer Gesundheitsstatus innerhalb der einzelnen Statusgruppen ersichtlich, wobei in der niedrigen Statusgruppe auch die „Jungen Alten“ schon häufiger betroffen sind.
Schlussfolgerung Die sekundäre Datenauswertung der GEDA Zusatzstichprobe des RKI für Frankfurt am Main liefert erste Erkenntnisse zum Gesundheitszustand der älteren Bevölkerung ab 55 Jahre in Frankfurt am Main. Diese Datengrundlage ermöglicht erste Einschätzungen zur Ableitung von Handlungsempfehlungen in Bezug auf präventive und gesundheitsförderliche Maßnahmen für ältere Frankfurter Bürgerinnen und Bürger.
Interessenskonflikte Es besteht kein Interessenkonflikt.
Fachausschuss Infektionsschutz
Publication History
Article published online:
26 April 2022
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