Pädiatrie up2date 2016; 11(04): 367-381
DOI: 10.1055/s-0042-113436
Intensivmedizin/Neonatologie
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die kardiopulmonale Reanimation von Kindern (Paediatric Life Support)

Christoph Eich
,
Bernd Landsleitner
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Publication History

Publication Date:
13 December 2016 (online)

Kernaussagen
  • Die Reanimation bei Kindern und Säuglingen ist ein seltenes Ereignis. Die primäre Versorgung ­erfolgt dabei überwiegend durch Nicht-Spezia­listen.

  • Der plötzliche Kollaps aufgrund eines kardialen Ereignisses ist bei Kindern selten. In der Regel führt eine über einen längeren Zeitraum bestehende, respiratorische und/oder zirkulatorische Störung zu kardiopulmonaler Dekompensation und schließlich zum hypoxisch bedingten Atem-Kreislauf-Stillstand.

  • Das frühzeitige Erkennen und die effektive Notfalltherapie des kritisch kranken oder verletzten Kindes hat oberste Priorität. Dadurch kann der Atem-Kreislauf-Stillstand oft verhindert werden.

  • Bei eingetretenem Atem-Kreislauf-Stillstand kommt es v. a. auf die sofortige und hochqualitative Anwendung von Beatmung und Thorax­kompressionen an.

  • Die Empfehlungen des European Resuscitation Council (ERC) zu den Basismaßnahmen bei Kindern mit der Sequenz „ABC“ und dem Verhältnis von Thoraxkompressionen und Beatmungen von 15 : 2 blieben unverändert.

  • Im Zweifelsfall und um Verzögerungen zu vermeiden können Einzel- und Kinder-unerfahrene Helfer Kinder nach dem Erwachsenenalgorithmus reanimieren (Beginn mit Thoraxkompressionen, Verhältnis 30 : 2).

  • Die Empfehlungen des ERC zu den erweiterten ­lebensrettenden Maßnahmen (ALS) bei Kindern blieben ebenfalls weitestgehend unverändert.

Der Beitrag wurde erstmals veröffentlicht in Notfallmedizin up2date 2016; 11: 51 – 67.