Zusammenfassung
Bei der chronischen Herzinsuffizienz kommt es oft zu einer Erhöhung der Herzfrequenz.
Das Risiko ist bei einer Herzfrequenz von > 70 Schlägen/min im Sinusrhythmus erhöht.
Eine erhöhte Herzfrequenz trägt zu Remodelingprozessen bei und ist mit einer erhöhten
Sterblichkeit und Hospitalisierungsrate assoziiert. Neben der Gabe von Betablockern
kann die Gabe des spezifischen If-Inhibitors Ivabradin die Herzfrequenz senken. Die
SHIFT-Studie zeigte, dass es zu einer signifikanten Abnahme von Hospitalisierungen
wegen einer Herzinsuffizienz und kardiovaskulärem Tod sowie zu einer Abnahme des Herzinsuffizienztods
kommt. Künftig werden sicherlich weitere Indikationen wie atherosklerotische Erkrankungen
dazu kommen, ggf. auch die akute Herzinsuffizienz und Schockzustände, die bez. der
Wirksamkeit einer Herzfrequenzsenkung untersucht werden.
Summary
In chronic heart failure, heart rate is often elevated. Heart rate > 70 bpm is associated
with increased mortality and morbidity. The SHIFT study showed a reduction of cardiovascular
death and heart failure hospitalization with the selective If-inhibitor ivabradine,
which was applied on top of beta blockers. Future studies will show whether other
conditions like acute heart failure or cardiogenic shock are also a target for heart
rate reduction.
Schlüsselwörter
Herzfrequenz - chronische Herzinsuffizienz - Ivabradin
Key words
heart rate - chronic heart failure - ivabradine