Zahnmedizin up2date 2016; 10(04): 359-380
DOI: 10.1055/s-0042-104524
Prothetik
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Abformung – konventionell versus digital

David Zügel
,
Ralph G. Luthardt
,
Michael R. Graf
,
Heike Rudolph
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Publication History

Publication Date:
01 August 2016 (online)

Schlussfolgerung

Mit beiden Möglichkeiten – der konventionellen Abformung mit Sägemodellerstellung und der intra- bzw. extraoralen Digitalisierung – zur Erfassung und Übertragung der intraoralen Situation ist ein hohes Maß an Präzision erzielbar, sofern es sich um Einzelzähne oder kurze Spannen handelt. Bei ganzen Quadranten oder Kiefern ist derzeit die konventionelle Abformung und Modellerstellung mit anschließender extraoraler Digitalisierung, sofern CAD/CAM-Verfahren zum Einsatz kommen sollen, die Methode der Wahl.

Sowohl bei der konventionellen Abformung mehrerer Pfeiler als auch bei der intraoralen Erfassung gibt es eine Lernkurve, die vom Anwender anfangs berücksichtigt werden muss. Der Anspruch an die jeweiligen Fertigkeiten steigt bei beiden Vorgehensweisen mit der Zahl der zu erfassenden Pfeiler.

Die CAD/CAM-Technologie kann die konventionelle Fertigung um verschiedene Materialien und Indikationen ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Dennoch steht fest, dass die optische digitale Datenerfassung das konventionelle Behandlungsspektrum maßgeblich erweitert und dadurch neue Behandlungspfade möglich macht.