ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2016; 125(04): 158-161
DOI: 10.1055/s-0042-104377
Fortbildung – Young Dentists
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Periimplantäre Entzündungen und Implantatprophylaxe

N. Freifrau von Maltzahn
1   Hannover
,
M. Stiesch
1   Hannover
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Publication Date:
26 April 2016 (online)

Die Aufrechterhaltung eines gesunden periimplantären Gewebes zählt zu einem der wichtigsten Faktoren für den Langzeiterfolg für dentale Implantate. Die Erkrankungen des periimplantären Gewebes nehmen durch die steigende Anzahl von Implantatversorgungen deutlich zu und lassen sich klinisch durch Symptome wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Blutung auf Sondieren, Attachmentverlust, Pusaustritt sowie röntgenologisch durch einen Rückgang des umliegenden Knochens erkennen. Therapeutisch lässt sich eine periimplantäre Entzündung auf verschiedene Arten behandeln: Dazu zählen die mechanische und systemische Therapie sowie der Einsatz eines Lasers. Da die mechanische Entfernung des Biofilms auf Implantatoberflächen am effektivsten zu sein scheint, sollte diese immer Bestandteil der Therapie sein. Ohne eine adäquate Compliance des Patienten bezüglich der häuslichen Mundhygiene ist jedoch jeder therapeutische Ansatz meist erfolglos.