Orthopädie und Unfallchirurgie - Mitteilungen und Nachrichten 2016; 05(01): 86-87
DOI: 10.1055/s-0042-100146
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Psychische Traumatisierungen nach Unfällen und Gewalterfahrungen – eine therapeutische Herausforderung

Utz Ullmann
1  BG Klinikum Bergmannstrost Halle (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Dr. G. Hofmann), Merseburger Straße 165, 06112 Halle ( Saale)
,
Gordon Krahl
2  BG Klinikum Frankfurt am Main (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. R. Hoffmann)
,
Christina Krahl
2  BG Klinikum Frankfurt am Main (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. R. Hoffmann)
,
Reinhard Hoffmann
2  BG Klinikum Frankfurt am Main (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. R. Hoffmann)
› Author Affiliations
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Publication Date:
17 February 2016 (online)

Das psychische Trauma nach Unfällen mit körperlicher Verletzung oder eine Schockreaktion aufgrund traumatisierender Ereignisse stehen im Fokus einer interdisziplinären Rehabilitation. Der Begriff der Posttraumatischen Belastungsstörung hat in diesem Zusammenhang in den letzten zwei Jahrzehnten enorm an Popularität gewonnen. Neben psychisch traumatisierten Patienten nach Unfällen im beruflichen Kontext aber auch nach Verkehrsunfällen oder Überfällen sind gerade im Jahr 2015 eine Vielzahl von nach Europa geflüchteten Menschen hinzugekommen, die durch Krieg und Terror gezwungen waren, ihr vertrautes Lebensumfeld zu verlassen. Durch diverse Stressoren kommt es dadurch oftmals zu verschiedenen psychischen Beeinträchtigungen wie posttraumatischen Belastungsstörungen aber auch Angststörungen und depressiven Zuständen (siehe auch Angenendt, 2011).