Zahnmedizin up2date 2016; 10(02): 123-133
DOI: 10.1055/s-0041-110924
Parodontologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Prävention periimplantärer Erkrankungen

Melanie Hoffmann
,
Sandra Engel
,
Søren Jepsen
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Publication History

Publication Date:
05 April 2016 (online)

Einleitung

Implantatgetragener Zahnersatz wird heute routinemäßig zur Wiederherstellung von Kaufunktion und Ästhetik sowohl bei teilbezahnten als auch bei zahnlosen Patienten verwendet. Damit nimmt allerdings auch die Zahl von Patienten bzw. Implantaten zu, die von periimplantären Erkrankungen (periimplantäre Mukositis und Periimplantitis) betroffen sind [1]. Da bislang allerdings – ganz anders als bei der Parodontitis – vorhersagbare Erfolgsstrategien zur Therapie der Periimplantitis fehlen (Abb. [1]) [2]–[5], ist eine primäre Prävention äußerst wichtig [6]. Es wird vermutet, dass ein kontinuierlicher Übergang von einer gesunden periimplantären Mukosa zu einer periimplantären Mukositis und schließlich zu einer Periimplantitis stattfindet. Deshalb beinhaltet die Prävention periimplantärer Erkrankungen die Prävention der periimplantären Mukositis und die Prävention des Übergangs einer periimplantären Mukositis zu einer Periimplantitis durch die Behandlung einer bestehenden Mukositis [6], [7].

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Abb. 1a Weit fortgeschrittene Periimplantitis bei unbehandelter schwerer Parodontitis. b Totalverlust aller Zähne und Implantate im Oberkiefer.

Dieser Übersichtsartikel soll einen Leitfaden für den täglichen Umgang mit Patienten mit implantatgetragenem Zahnersatz bieten.