Pädiatrie up2date 2016; 11(01): 79-94
DOI: 10.1055/s-0041-108898
Varia
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Kinderschlafmedizin

Alfred Wiater
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Publication Date:
07 March 2016 (online)

Fazit

Schlafstörungen bei Kindern unterscheiden sich grundsätzlich von denen bei Erwachsenen.

Schlafstörungen bei Kindern können nachhaltige Beeinträchtigungen der somatischen, psychischen und kognitiven Entwicklung zur Folge haben.

Präventive und frühzeitige therapeutische Interventionen sind indiziert und möglich.

Nicht organisch bedingte Schlafstörungen machen den größten Anteil der Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen aus. Bei den organisch bedingten Schlafstörungen dominieren die schlafbezogenen Atmungsstörungen.

Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Kindern erfordern die frühzeitige interdisziplinäre Kooperation zwischen Kinderärzten, HNO-Ärzten und Kieferorthopäden.

Seltenere Schlafstörungen wie das Restless-Legs-Syndrom und die Narkolepsie bedürfen erhöhter Aufmerksamkeit in der Kinder- und Jugendmedizin.

Die Einbeziehung schlafmedizinischer Inhalte in das kinder- und jugendärztliche Leistungsprofil erhöht den Stellenwert pädiatrischer Kompetenz und schafft die Voraussetzungen für eine adäquate Versorgung schlafgestörter Kinder und Jugendlicher.