Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2020; 17(02): e30
DOI: 10.1055/s-0040-1710654
Abstracts
Senologie

Neoadjuvant behandelte Brustkrebspatientinnen: Einflussfaktoren auf die pathologische Komplettremission

C Müller
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
G Schmidt
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
S Juhasz-Böss
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
EF Solomayer
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
,
I Juhasz-Böss
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
2  Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Freiburg, Deutschland
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Zielsetzung Eine pathologische Komplettremission (PCR) nach neoadjuvanter Chemotherapie ist mit einem besseren Überleben assoziiert. In der vorliegenden Studie sollten mögliche Einflussfaktoren untersucht werden, die das Auftreten einer PCR begünstigen.

Methoden Alle Patientinnen, die im Zeitraum von 2015 bis 2017 am Universitätsklinikum des Saarlandes eine neoadjuvante Chemotherapie aufgrund eines Mammakarzinoms erhielten, wurden eingeschlossen. Primärer Endpunkt war das Auftreten einer PCR. Mögliche Einflussfaktoren darauf, wie Tumorbiologie, Alter der Patientin, Studienteilnahme, vorzeitiger Abbruch der Chemotherapie oder auch das Zeitintervall (zum einen zwischen Diagnosestellung und Therapiebeginn; zum anderen zwischen Abschluss der Chemotherapie und Operation) wurden berücksichtigt.

Ergebnisse Insgesamt erhielten 152 Patientinnen eine neoadjuvante Chemotherapie. Hiervon konnten 140 Patientinnen eingeschlossen werden. Insgesamt hatten 75 Patientinnen (53,6 %) eine PCR. Das Alter aller Patientinnen betrug im Mittel 53 (±13,2) Jahre. 91 Patientinnen (65,0 %) erhielten eine Standard-Chemotherapie. 49 Patientinnen (35,0 %) erhielten eine Chemotherapie im Rahmen einer Studienteilnahme. 27 Patientinnen (19,2 %) haben die Chemotherapie vorzeitig abgebrochen. Die Dauer zwischen Diagnosestellung und Beginn der Chemotherapie betrug im Mittel 30,7 (±11,8) Tage; zwischen Abschluss der Chemotherapie und Operation 28,3 (±8,7) Tage.

Schlussfolgerung Insgesamt hatten 75 Patientinnen (53,6 %) eine pathologische Komplettremission. Auf dem Senologiekongress werden mögliche Einflussfaktoren auf das Auftreten einer pathologischen Komplettremission (Tumorbiologie, Alter, Studienteilnahme, vorzeitiges Abbrechen der Chemotherapie, Zeitintervall zwischen Diagnosestellung und Beginn der Chemotherapie, sowie Zeitintervall zwischen Abschluss der Chemotherapie und Operation) detailliert präsentiert.



Publication History

Publication Date:
24 June 2020 (online)

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