Lege artis - Das Magazin zur ärztlichen Weiterbildung 2015; 5(05): 330-339
DOI: 10.1055/s-0040-100078
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© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Hämorrhoidalleiden – Diagnostik und Therapie

Steffen Axt
,
Andreas Kirschniak
,
Sven Müller
,
Alfred Königsrainer
,
Claudius Falch
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
07. Dezember 2015 (online)

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Abstract

Behandlungsbedürftig ist lediglich das Hämorrhoidalleiden, nicht das Vorhandensein von Hämorrhoiden. Im Akutstadium steht die symptomatische konservative Therapie im Vordergrund. Prinzipiell sollte jede Therapie ergänzt werden durch eine Optimierung der Stuhlgewohnheiten, welche auch eine Ernährungsanpassung und Stuhlregulierung beinhalten kann, und – soweit erforderlich – durch die Behandlung anderer ursächlicher Faktoren. Die Anwendung semioperativer oder operativer Verfahren orientiert sich am Erkrankungsstadium. Die Wahl des Verfahrens sollte immer in Absprache mit dem Patienten erfolgen und dessen Erwartungen an die Behandlung sowie individuelle Risikofaktoren für Komplikationen berücksichtigen.

Kernaussagen

  • Behandlungsbedürftig ist lediglich das Hämorrhoidalleiden, nicht das Vorhandensein von Hämorrhoiden.

  • Im Akutstadium steht die symptomatische konservative Therapie im Vordergrund. Prinzipiell sollte jede Behandlung ergänzt werden durch eine Optimierung der Stuhlgewohnheiten – ggf. inkl. Ernährungsanpassung und Stuhlregulierung – und soweit erforderlich durch die Behandlung anderer ursächlicher Faktoren.

  • Die Anwendung semioperativer oder operativer Verfahren orientiert sich am Erkrankungsstadium. Die Wahl des Verfahrens sollte immer in Absprache mit dem Patienten erfolgen und dessen Erwartungen an die Behandlung sowie individuelle Risikofaktoren für Komplikationen berücksichtigen.

Ergänzendes Material