Tierarztl Prax Ausg K Kleintiere Heimtiere 2019; 47(03): 216-217
DOI: 10.1055/s-0039-1688639
Posterpräsentationen
Experimentelle Pathologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Einfluss unterschiedlicher Komponenten der Immunantwort auf die Pathogenese des Rifttalfieber

LM Michaely
1  Institut für Pathologie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
2  Zentrum für systemische Neurowissenschaften, Hannover
,
M Eiden
3  Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
,
M Keller
3  Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
,
M Rissmann
3  Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
,
F Hammerschmidt
3  Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
,
R König
3  Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
,
B Gutjahr
3  Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
,
I Spitzbarth
1  Institut für Pathologie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
2  Zentrum für systemische Neurowissenschaften, Hannover
,
MH Groschup
3  Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
,
W Baumgärtner
1  Institut für Pathologie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
2  Zentrum für systemische Neurowissenschaften, Hannover
,
R Ulrich
2  Zentrum für systemische Neurowissenschaften, Hannover
4  Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
18 June 2019 (online)

 

Einleitung:

Rifttalfieber ist eine durch Infektion mit dem Rifttalfiebervirus ausgelöste Zoonose. Die aktuell verfügbaren attenuierten Impfvirusstämme wie z.B. der MP12-Stamm verfügen über eine variable Restvirulenz. Die Hypothese dieser Arbeit ist, dass Empfänglichkeit, Organtropismus und Läsionsprofil nach Infektion mit dem MP12-Stamm durch verschiedene Signalwege des Immunsystems beeinflusst werden.

Material und Methoden:

Verschiedene Knock-out-Mäuse wurden subkutan mit dem MP12-Stamm des Rifttalfiebervirus infiziert. Nach Versterben oder 14 Tage nach Infektion wurden mittels histologischer sowie immunhistologischer Untersuchung von Leber, Milz, Thymus und zentralem Nervensystem Läsionsprofil und Virustropismus analysiert.

Befunde:

IFNAR-defiziente Mäuse verstarben an Tag 3 nach Infektion perakut oder wurden aufgrund schwerer Erkrankungssymptome getötet. Im Gegensatz dazu wiesen Mäuse mit einer defekten zellulären Immunantwort sowie TLR-3- und TLR-7-Knock-out-Mäuse weder klinische Symptome, Läsionen noch Virusantigen auf.

Schlussfolgerungen:

Rifttalfiebervirus MP12 kann von Mäusen mit eingeschränkter angeborener Immunantwort neutralisiert und vollständig eliminiert werden, solange eine funktionale Interferon-Typ-1-Antwort vorliegt.