CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S301-S302
DOI: 10.1055/s-0039-1686302
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Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Intracochleäre Druckschwankungen bei Elektrodeninsertion mit der 'pullback' Technik

J Uçta
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
P Mittmann
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
G Lauer
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
R Seidl
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
J Wagner
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
,
A Ernst
1  Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

Einleitung:

Unterschiedliche Faktoren haben Einfluss auf die funktionelle intracochleäre atraumatische Insertion von Cochleaimplantatelektroden. Den intracochleären Druckschwankungen bei der CI Insertion werden ein nicht unerheblicher Einfluss auf den Restgehörerhalt zugeschrieben. Durch den pullback perimodiolärer Elektroden kann eine Position näher zum Modiolus erreicht werden. Ziel der Untersuchung war es zu untersuchen wie sich der pullback auf intracochleäre Druckveränderung auswirkt.

Methoden:

In einem künstlichen Cochleamodell wurden CI Insertionen durchgeführt. Hierbei wurden die intracochleären Drücke und Druckschwankungen mit einem mikro-optischen Sensor im apikalen Teil der Cochlea gemessen und aufgezeichnet. Nach kompletter Insertion der schmalen perimodiolären Elektrode wurde ein pullback durchgeführt.

Ergebnisse:

Signifikante Unterschiede wurden gemessen, wenn die Elektrode vor dem pullback angefeuchtet wurde. Die Druckschwankungen während des pullbacks sind im Vergleich zur Insertion gering.

Schlussfolgerung:

Der Restgehörerhalt und das zufriedenstellende audiologische Outcome nach CI Versorgung sind wichtige Faktoren bei der modernen CI Versorgung. Die intracochleären Druckänderungen, die durch den pullback entstehen sind gering, können jedoch durch Anfeuchten der Elektrode nochmals signifikant gesenkt werden. Somit kann ein pullback bei Restgehörchirurgie problemlos durchgeführt werden.