CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S297
DOI: 10.1055/s-0039-1686279
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Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Ultrastrukturelle Charakterisierung der ersten auditorischen Synapse mittels hochauflösender STED-Mikroskopie

C Setz
1  Univ. HNO-Klinik Göttingen, Göttingen
,
S Michanski
2  Institut für Auditorische Neurowissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen
,
K Smaluch
2  Institut für Auditorische Neurowissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen
,
D Beutner
1  Univ. HNO-Klinik Göttingen, Göttingen
,
C Wichmann
2  Institut für Auditorische Neurowissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen
,
C Vogl
2  Institut für Auditorische Neurowissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen
› Author Affiliations
DFG Sonderforschungsbereich 889 (SFB889) -Zelluläre Mechanismen Sensorischer Verarbeitung-
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Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

Einleitung:

Das periphere auditorische System der Maus entwickelt seine Funktionsbereitschaft in den ersten 12 – 14 postnatalen Tagen. Dieser Reifungsprozess beinhaltet sowohl eine strukturelle als auch funktionelle Re-Modellierung der präsynaptischen aktiven Zonen (AZ) von inneren Haarzellen (IHZ), welche für die zeitliche Präzision und hohen Transmitterfreisetzungsraten dieser Synapse – und somit für die Schallkodierung im Innenohr – unerlässlich sind. Die molekulare Grundlage und der zeitliche Verlauf dieser Reifungsperiode verbleiben bislang weitgehend unbekannt.

Methoden:

Akut isolierte Corti-Organe von neonatalen C57BL/6J Mäusen wurden nach Fixierung mit spezifischen Antikörpern gegen diverse präsynaptische Proteine (u.a. Bassoon, RIM2, RIM-BP1/2, etc.) immunhistochemisch angefärbt und mittels hochauflösender Stimulierter-Emissions-Depletion (STED)-Mikroskopie charakterisiert. Es folgte eine quantitative Analyse der sub-synaptischen Lokalisierung und 3D-Orientierung der jeweiligen Proteine während ausgewählter Stadien der Reifungsphase von IHZ AZ.

Ergebnisse:

Durch die Analyse der verschiedenen Entwicklungsstadien von p2 bis p21 konnte ein Lokalisations-Atlas der jeweiligen Proteine innerhalb der AZ erstellt und die Re-Modellierung und Umverteilung der verschiedenen Komponenten quantitativ dokumentiert werden.

Schlussfolgerung:

In dieser Studie konnten wir den zeitlichen Verlauf und nanoskopische Lokalisation essentieller präsynaptischer Proteine, die zur Verankerung an der Plasmamembran und funktionellen Reifung der Bändersynapsen zwischen IHZ und Spiralganglionneuronen beitragen, ultrastrukturell charakterisieren.