CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S295
DOI: 10.1055/s-0039-1686262
Poster
Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Durchmesser des Hörnervs als prognostischer Faktor bei erwachsenen CI-Patienten

E Savvas
1  HNO-Klinik, Universitätsklinikum Münster, Münster
,
K Heslinga
2  Universitätsklinkum Münster, Münster
,
CO Spiekermann
3  Universitätsklinikum Münster, Münster
,
C Rudack
3  Universitätsklinikum Münster, Münster
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

Einleitung:

Ziel dieser Studie war es, verschiedene präoperative Faktoren zu untersuchen, die für das Outcome der auditorischen Rehabilitation von CI-Empfängern eine Rolle spielen können. Um den Integritätsgrad der zentralen Verarbeitung präoperativ zu beurteilen, wurde insbesondere Wert auf das verbleibende Hörvermögen, die Dauer der Taubheit und den Durchmesser des Hörnervs als prognostische Faktoren gelegt.

Methoden:

Individuelle retrospektive Kohortenstudie. Eine Kohorte von 204 (242 CI-Implantationen) postlingual ertaubten Erwachsenen wurde in dieser Studie bewertet. Die Hörergebnisse nach 12 Monaten wurden mit verschiedenen präoperativen Faktoren verglichen. Die postoperative Hörleistung wurde anhand des Freiburger Einsilbertests und des Oldenburger Satztests gemessen.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse blieben 12 Monaten nach Implantation konstant. Die Dauer der Taubheit zeigte eine negative Korrelation zur Worterkennung und eine positive Korrelation zu einem erhöhten Signal-Rausch-Verhältnis im Satztest. Ab dem dritten Jahrzehnt der Taubheitsdauer, der 58% des in Taubheit verbrachten Lebens entspricht, zeigte sich ein signifikanter Rückgang der Hörleistung.

Schlussfolgerung:

Es konnte eine komplexe Wechselwirkung bei den folgenden präoperativen Variablen gezeigt werden: Dauer der Taubheit – ebenso wie der Anteil des in Taubheit verbrachten Lebens; Restgehör; und Durchmesser des Hörnervs.