CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S294
DOI: 10.1055/s-0039-1686254
Poster
Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die "pull-back Technik" für die 532 slim modiolar Elektrode

C Riemann
1  Klinikum Bielefeld Mitte, Bielefeld
,
H Sudhoff
1  Klinikum Bielefeld Mitte, Bielefeld
,
I Todt
1  Klinikum Bielefeld Mitte, Bielefeld
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

Einleitung:

Der Abstand zwischen dem Modiolus und dem Elektrodenarray (EA) ist ein Faktor, der im Mittelpunk vieler Diskussionen steht. Das Einbringen des EAs näher zum Spiralganglion konnte bessere Hörergebnisse demonstrieren. Perimodioläre EAs können durch ein vorsichtiges chirurgisches Manöver, die sogenannte “pull-back” Technik, ergänzt werden. Das Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der intracochleären Bewegungen und der “pull-back” Technik für die 532 slim modiolar Elektrode.

Methoden:

In 5 humanen Felsenbeinen wurde ein Decapping-Verfahren durchgeführt. Die EAs wurden eingeführt und die intracochleären Bewegungen wurden mikroskopisch und digital erfasst. Drei Situationen wurden analysiert: die initiale Insertion, die Überinsertion und die “pull-back” Position. Die Position der drei weißen Marker (WM) der EAs in Bezug auf das Runde Fenster (RF) wurde während die Durchführung diese drei Aktionen untersucht.

Ergebnisse:

Die initiale Insertion erreichte eine akzeptable perimodioläre Position des EAs, jedoch wurde immer noch eine Distanz zwischen dem mittleren Bereich des Arrays und dem Modiolus beobachtet (der erste WM wurde in dem RF gesehen). Als wir die Elektrode etwas tiefer einführten, wurde der mittlere Teil des Arrays vom Modiolus weggedrückt (der zweite und dritte WM waren in dem RF zu sehen). Nach Anwendung der “pull-back” Technik verschwand die Lücke, die während der initialen Insertion beobachtet wurde. Diese Technik führte zu einer optimalen perimodiolären Position (der erste WM war wieder in dem RF sichtbar).

Fazit:

Diese Studie in Felsenbeinen zeigte, dass beim Anwenden der “pull-back” Technik für die 532 slim modiolar Elektrode, eine engere Beziehung zum Modiolus erreicht wurde, wenn der erste WM des EAs in dem runden Fenster sichtbar war.