CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S289
DOI: 10.1055/s-0039-1686223
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Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Piezochirurgische Freilegung des inneren Gehörganges beim translabyrinthären Zugang

S Lyutenski
1  HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Berlin
,
M Bloching
1  HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Berlin
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Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

Einleitung:

Die Abtragung des Knochens um den inneren Gehörgang erfordert vom Operateur viel Geduld sowie eine gute drei dimensionale Orientierung in der komplexen anatomischen Topografie. In der vorliegenden Studie wurde die Eignung des Piezogerätes für diesen kritischen Operationsschritt untersucht.

Methoden:

Während der translabyrinthären Exstirpation von vestibulären Schwannom wurde die klassische Technik (rotierender Bohrer) zur Eröffnung des inneren Gehörganges mit der Piezochirurgie (oszillierende Säge) verglichen. Die Evaluation erfolgte durch einen erfahrenen und einen unerfahrenen Chirurgen.

Ergebnisse:

Die Piezochirurgie erwies sich unabhängig von der chirurgischen Erfahrung als präzise und sichere Technik zur Freilegung des inneren Gehörganges. Verglichen mit der Anwendung vom rotierenden Bohrer war diese einfacher und komfortabler. Unterschiede bezüglich des Risikos für ein akzidentelles Abrutschen und eine daraus folgende thermische und mechanische Einwirkung auf die nervalen Strukturen sowie in der Handhabung der Geräte werden diskutiert.

Schlussfolgerung:

Die Freilegung des inneren Gehörganges mittels einer oszillierenden piezoelektrischen Säge ist eine sichere Technik, die das Verletzungsrisiko der nervalen Strukturen verringern könnte.