Open Access
CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S107-S108
DOI: 10.1055/s-0039-1686218
Abstracts
Otologie

Die adaptive Messung des Freiburger Einsilbertests im Störschall

J Löhler
1   Praxis, Bad Bramstedt
,
T Memmeler
2   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für HNO-Heilkunde, Lübeck
,
B Wollenberg
2   Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für HNO-Heilkunde, Lübeck
,
R Schönweiler
3   Universtitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Klinik für HNO-Heilkunde, Sektion für Phoniatrie und Pädaudiologie, Lübeck
› Institutsangaben

Deutscher Berufsverband der HNO-Ärzte e.V.
 

Hintergrund:

Der Freiburger Einsilbertest wird bislang zwar auch im Störschall angewendet, nicht jedoch in adaptiver Weise, wie u. B. der Oldenburger Satztest (OLSA). Wir haben in dieser Studie den adaptiven Messalgorithmus auf den Freiburger Einsilbertest im Störschall übertragen, der sich bei Satztests bewährt hat. Die Ergebnisse des neuen Messverfahrens haben wir mit denen OLSA verglichen.

Methoden:

40 otologisch gesunden Probandinnen und Probanden wurde in randomisierter Reihenfolge sowohl der adaptiv gemessene Freiburger Einsilbertest als auch der Oldenburger Satztest durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bezüglich ihres Zeitbedarfs, möglicher geschlechtsspezifischer Unterschiede und der Reihenfolge der Sprachverstehenstests ausgewertet und hinsichtlich der Korrelation mit dem neuen Test untersucht.

Ergebnisse:

Der Zeitbedarf für den adaptiven Freiburger Einsilbertest war signifikant größer als für den Oldenburger Satztest. Bezüglich möglicher geschlechtsspezifischer Unterschiede oder der Präsentationsreihenfolge ließen sich keine signifikanten Unterschiede der Testergebnisse nachweisen. Der mittlere Signal-Rausch-Abstand für das 50%-Sprachverstehen des Oldenburger Satztests war signifikant kleiner als der des Freiburger Einsilbertests. Zwischen den Ergebnissen beider Tests konnte keine Korrelation nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen:

Der Freiburger Einsilbertest kann nicht nur den Diskriminationsverlust als Hörverlust in Prozent, sondern mit einem adaptiven Algorithmus auch die 50%-Sprachverstehensschwelle messen. Allerdings ist der adaptive Freiburger Einsilbertest zeitaufwändiger als der Oldenburger Satztest.



Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
23. April 2019 (online)

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