CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S283
DOI: 10.1055/s-0039-1686152
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Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Impedanzentwicklung bei Direktanpassung nach Cochlea-Implantation

S Gesink
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
23. April 2019 (online)

Einleitung:

Normalerweise wird das Cochlea-Implantat der Patienten etwa 4 Wochen post-operativ angepasst. Sowohl die Literatur als unsere eigene Erfahrung zeigten, dass man ein Cochlea-Implantat ohne Gefahr früh, sogar ab dem ersten post-operativen Tag, aktivieren kann (Direktanpassung). Es ist bekannt, dass das Fehlen von elektrischer Stimulation nach Implantation zu Impedanzanstiegen führt. Es wird vermutet, dass dies ein Zeichen von Fibrosierung sein kann. In unserer ersten Impedanz-Studie haben wir bereits die Impedanz von 2 Gruppen verglichen, eine DA-Gruppe (Patienten mit Direktanpassung 2 Tage nach der Implantation) und eine Kontroll-Gruppe (Patienten mit Erstanpassung, ca. 1 Monat nach der Implantation). Es zeigte sich eine Tendenz von niedrigeren Impedanzen in der DA-Gruppe. Ein Signifikanter Unterschied konnte nicht festgestellt worden.

Methoden:

Es werden 2 Gruppen verglichen:

DA- Gruppe (Patienten mit Direktanpassung 2 Tage nach der Implantation), n = 33.

Kontroll-Gruppe (Patienten mit Erstanpassung, ca. 1 Monat nach der Implantation), n = 35. Die Impedanzwerte, beider Gruppen (mit Subgruppen Advanced Bionics, Cochlear und Medel) werden verglichen.

Ergebnisse:

Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die Impedanzwerte zum Zeitpunkt der 3-Monatigen und 6-Monatigen Kontrolle keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen aufweisen.

Diskussion:

In unserer Studie hat sich kein signifikanter Unterschied in den Impedanzwerten gezeigt. Dies kann bedeuten, dass Die Fibrosierung, die nach der Cochleaimplantation auftritt wieder teilweise verschwindet. Es kann aber auch bedeuten, dass die Direktanpassung eine Fibrosierung nicht verhindern kann. Um dies genau festzustellen wären weitere Forschungen ggf. mit Tiermodellen notwendig.