CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S281
DOI: 10.1055/s-0039-1686135
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Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Objektive Beurteilung perilymphatischer Fisteln als Ursache von Schwindel bei Cochlea-Implantat- Patienten mittels Cochlin-Tomoprotein (CTP)

A Darwish
1  Klinikum Bielefeld, Bielefeld
,
H Sudhoff
1  Klinikum Bielefeld, Bielefeld
,
I Todt
1  Klinikum Bielefeld, Bielefeld
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

Zielsetzung:

Eine bekannte und häufig berichtete Komplikation nach Cochlea-Implantation ist das Auftreten von postoperativen Schwindelsymptomen. Die Perilymphfistel (PLF) ist eine bekannte Ursache für Hörverlust und Schwindel. Cochlin-Tomoprotein (CTP) ist ein Cochlea-spezifisches Protein, welches als ein Marker für eine PLF genutzt werden kann. Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, ob postoperativ ein neu aufgetretener Schwindel durch eine perilymphatische Fistel verursacht wird, die durch den CTP-Marker nachgewiesen werden kann.

Methoden:

In einer prospektiven Studie wurden 12 Cochlea-Implantat-Patienten eingeschlossen mit postoperativ neu aufgetretenem Schwindel und einer durchgeführten transtympanale Sealing-Revisionsoperation. Bei allen Patienten wurde die Mittelohrflüssigkeit erfasstund auf CTP analysiert.

Ergebnisse:

Bei 5 von 12 Patienten wurde ein positives CTP-Ergebnis gefunden, das auf eine PLF hinweist. Der positive CTP-Befund korrelierte nicht mit der intraoperativen visuellen Annahme eines Lecks. Das Verfahren löst in den meisten Fällen das Schwindelproblem.

Fazit:

Die hier vorliegende Studie zeigt, dass bei postoperativen Schwindel nach Cochlea-Implantation mittels Cochlin-Tomoprotein eine perilymphatische Fistel objektiv nachweisbar gemacht werden kann.