CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S277
DOI: 10.1055/s-0039-1686113
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Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Primäre Felsenbein Schneider Papillom mit Beteiligung der Schädelbasis – Fallbericht und Review der Literatur

E Avallone
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
,
T Lenarz
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
,
K Willenborg
1  Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
23. April 2019 (online)

Einleitung:

Das invertierte Papillom ist Läsion die vorwiegend in der Nasenhöhle Nebenhöhlen auftritt. Der primäre Ursprung im Mittelohr ist extrem selten mit weniger als 21 in der Literatur beschriebenen Fällen.

Case Report:

Ein 45-jähriger Patient stellte sich in unserer Klinik bei seit 3 Jahre progressiver Schwerhörigkeit, Drückgefühl und Otorrö rechts vor. Die Untersuchung zeigte eine Eitersekretion und eine puls-synchrone Flüssigkeitsbewegung. Die MRT zeigte eine Gewebsbildung in der Paukenhöhle mit Involvierung der Dura der mittleren Schädelgrube. Die DVT zeigte eine Weichteilbildung im linken Felsenbein, die Mastoid und Cavum tympani füllte. Es wurde eine Mastoidektomie und Antrotomie mit Duraplastik durchgeführt. Die histologische Diagnose ergab ein Schneider Papillom des Mittelohrs. Nach 2 Monaten hatte der Tumor sich in Richtung außere Gehörgang und mittlere Schädelgrube transdural ausgebreitet. Die komplette Tumorresektion erfolgte durch einem transtemporale Zugang und Subtotale Petrosektomie. Postoperativ zeigte sich kein Hinweis auf Rezidiv.

Diskussion:

Der Ursprung des invertierten Papilloms des Mittelohrs ist unbekannt. Tatsächlich ist unser Fall der 22. beschriebene Fall. In der Literatur liegt das Durchschnittsalter bei 10 männlichen und 11 weiblichen Patienten bei 48,8 Jahren. In nur 6 Fällen gab es eine maligne Transformation. Die Rezidivrate betrug 59,25%. Die erste Wahl der Therapie ist eine Operation um eine vollständige Resektion zu erreichen. Unsere Erfahrung zeigt, dass eine subtotalen Petrosektomie, die die gesamte Schleimhaut entfernen kann, der beste Weg ist um ein geringeres Rezidivrisiko zu gewährleisten. Darüber hinaus ist ein Langzeit-Follow-up mit MRT obligatorisch, um ein Wiederauftreten oder maligne Transformation zu erkennen.