Schlaf 2018; 07(02): 109-110
DOI: 10.1055/s-0038-1660955
Pharmakotherapie
Schattauer GmbH

Mikronährstoffe und Schlaf – Vitamin D und Zink

Mina C. Hinsch Dr. med.
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Publication Date:
07 June 2018 (online)

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und der Physiologie des Schlafes ist gut bekannt. Pharmakokinetische und pharmakodynamische Effekte von Nahrungsbestandteilen und Spurenelementen beieinflussen die Hormonregulation der zirkadianen Rhythmik (2-4, 12). Die Zusammenhänge zwischen der Aufnahme bestimmter Nahrungs- und Genussmittel, insbesondere von Koffein und Alkohol, und der Schlafqualität und –quantität sind dabei umfassend durch Studien belegt (2-4). Ebenso gut bekannt ist der Einfluss von Eisen und Vitamin B12 auf schlafmedizinische Syndrome wie beispielsweise das Restless-Legs-Syndrom. Im Gegensatz dazu ist die Studienlage bezüglich einer Vielzahl weiterer Spurenelemente und Vitamine deutlich reduziert, trotz einer kontinuierlichen Zunahme des Konsums von freiverkäuflichen Nahrungsergänzungsmittel, welche oft hochdosiert diese Mikronährstoffe enthalten (2, 3, 12). Bezüglich des Einflusses von Vitamin D und Zink auf Schlafarchitektur und Schlafqualität liegen nur wenige Studien mit oft kleiner Fallzahl sowie einzelne Kasuistiken vor (2, 9). Zudem fehlen durch Polysomnographie (PSG) belegte Studiendaten nahezu vollständig. Es ergeben sich dennoch für bestimmte Patientengruppen praxisrelevante Hinweise.