Zusammenfassung
Die thrombolytische Therapie ist das Mittel der Wahl zur Behandlung der massiven Lungenembolie.
Bei weniger schweren Embolien ist die Thrombolyse nur bei vorbestehenden kardiopulmonalen
Vorerkrankungen indiziert. In diesen Fällen ist die Thrombolysetherapie der Antikoagulation
mit Heparin als überlegen zu bezeichnen. Streptokinase, Urokinase und rekombinanter
Gewebe-Plasminogenaktivator (rt-PA) haben sich als effektiv erwiesen. Obwohl prospektiv
vergleichende Studien fehlen, muß auf Grund jüngster Untersuchungen der Gewebe-Plasminogenaktivator
als das effektivste Thrombolytikum bezeichnet werden. Die größten Erfahrungen liegen
mit einer Dosierung von 10 mg rt-PA initial, gefolgt von 40 mg rt-PA/2 h sowie bei
unzureichendem Behandlungserfolg von weiteren 50 mg/5 h vor. In dieser Studie verstarben
von 34 Patienten mit schwerster Lungenembolie lediglich 2 (5,8%). Diese guten Erfahrungen
wurden in weiteren Untersuchungen auch bei einer Reihe von Patienten mit schwerster
Lungenembolie unter Beatmungsnotwendigkeit bestätigt. Möglicherweise könnte die Thrombolyse
mit rt-PA auch die bessere therapeutische Alternative im Vergleich zur Pulmonalembolektomie
im Stadium IV einer Lungenembolie sein.
Schlüsselwörter
Lungenembolie - Thrombolyse - Streptokinase - Urokinase - Gewebeplasminogenaktivator
Keywords
Pulmonary embolism - thrombolysis - streptokinase - urokinase - tissue plasminogen
activator