Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2017; 14(02): A1-A53
DOI: 10.1055/s-0037-1602495
Abstracts
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

EC-Paclitaxel und Paclitaxel-EC in der primären Therapie des Mammakarzinoms

Projektgruppe Internistische Onkologie (pio)
M Konias
1  Onkologische Schwerpunktpraxis, Oranienburg, Deutschland
,
A Schlichting
2  rgb onkologisches Management GmbH, Sarstedt, Deutschland
,
G Innig
3  Onkologische Schwerpunktpraxis, Rheine, Deutschland
,
C Spohn
4  Onkologische Schwerpunktpraxis, Halle, Deutschland
,
T Göhler
5  Onkologische Schwerpunktpraxis, Dresden, Deutschland
,
C Priebe-Richter
6  Onkologische Schwerpunktpraxis, Stadthagen, Deutschland
,
V Petersen
7  Onkologische Schwerpunktpraxis, Heidenheim, Deutschland
,
H Eschenburg
8  Onkologische Schwerpunktpraxis, Güstrow, Deutschland
,
HJ Hurtz
4  Onkologische Schwerpunktpraxis, Halle, Deutschland
,
DT Baerens
9  Onkologische Schwerpunktpraxis, Groß Ilsede, Deutschland
,
HW Tessen
10  Onkologische Schwerpunktpraxis, Goslar, Deutschland
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
09 May 2017 (online)

 

Zielsetzung:

In Deutschland erkranken pro Jahr fast 60.000 Frauen an Brustkrebs.

Primäre Behandlungskonzepte verbessern die 10-Jahres-Heilungsraten beim Mammakarzinom signifikant. Die AGO empfiehlt als präoperative Standardregime u.a. EC-D 21 d bzw. P wöchentlich. Das Regime Taxan-Anthrazyklin wird nur eingeschränkt empfohlen. Für die adjuvante Therapie sollten u.a. Anthrazykline, Taxane, EC-T verwendet werden.

Materialien und Methoden:

Das Register ONCOReg beinhaltet die Verlaufsdokumentation von 11.323 Mammakarzinomen aus 132 Praxen bundesweit. Die Datenerfassung begann im Jahr 2003. 10.623 Patienten mit 42.007 Therapien sind auswertbar.

Ergebnisse:

1.235 Patienten mit EC-Paclitaxel und 183 Patienten mit Paclitaxel-EC in der primären Therapie des Mammakarzinoms werden hier betrachtet.

Therapie: Es wurden im Median 8 Zyklen durchgeführt.

85,2% (P-EC) bzw. 72,8% (EC-P) der Patienten erhielten die geplante Paclitaxel-Dosis; 81,9% bzw. 93,3% die geplante Anthrazyklindosis.

Es wurde mehr G-CSF und Antibiotika mit 24,6% bzw. 37,2% im Schema P-EC eingesetzt (19,2% bzw. 9,0% für EC-P).

Toxizität: Eine hämatologische Toxizität vom Grad 1/2 trat bei 86,9% (P-EC) bzw. 79,4% (EC-P) auf, Grad 3/4 bei 35,5% (P-EC) bzw. 32,9% (EC-P). Eine nicht-hämatologische Toxizität vom Grad 1/2 gab es bei 90,2% für P-EC und 84,3% EC-P. Vom Grad 3/4 sind es 62,3% und 64,9%.

Überleben: Das mediane krankheitsfreie 3 Jahresüberleben liegt bei 86% für adjuvante Therapien und bei 70% für präoperative Therapien, das Gesamtüberleben bei 94% bzw. 91%.

Zusammenfassung:

Paclitaxel-EC ist toxischer und benötigt mehr Begleitmedikation als EC-Paclitaxel. Die Chemotherapeutika, mit denen die Therapie jeweils begann, konnten zu 85%–94% verabreicht werden. Bei den dann folgenden Medikamenten waren nur noch 73%–82% verabreichbar. Weitere Daten werden präsentiert.