Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2017; 14(02): A1-A53
DOI: 10.1055/s-0037-1602467
Abstracts
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Erfahrung mit der PEAK Plasma Elektrode zur DIEP – Lappenhebung. Eine innovative Technik zur schnellen und gewebeschonenden Präparation?

M Hagouan
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
A Abu Ghazaleh
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
S Fertsch
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
J Schaberick
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
K Seidenstücker
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
O Thamm
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
T Schulz
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
B Munder
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
,
C Andree
1  Sana Kliniken Düsseldorf, Brustzentrum, Abteilung für Plastische Chirurgie, Düsseldorf, Deutschland
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Further Information

Publication History

Publication Date:
09 May 2017 (online)

 

Hintergrund:

Der DIEP Lappen hat sich in der Brustrekonstruktion in den letzten Jahren zu einem Standardverfahren entwickelt. Insbesondere die schonende Präparation der Perforatoren ist initial für eine sichere und schnelle Operation. Neben der Präparation mit der Schere sind elektrische Verfahren eine geeignete Alternative. Neben der Bipolar Pinzette gibt es bis dato nur wenige geeignete Verfahren. Eignet sich die PEAK Plasma Elektrode durch die verringerte Energie und Temperatur als geeignete Alternative.

Methoden:

Wir haben in den Jahren 2016 und 2017 an 60 Patientinnen das PEAK Plasma Blade zur Lappenhebung bei der DIEP Lappenrekonstruktion verwendet.

Die Patientendaten wurden anhand verschiedener Parameter, wie z.B. BMI, Alter, Radiatio, Voroperationen am Abdomen und Rauchverhalten untereinander verglichen. Anschließend wurde sowohl die Serommenge in den eingelegten Drainagen als auch die Verweildauer der Drainagen bestimmt. Des weiteren wurden die Daten bezüglich einer Revisionsrate bzw. Teilnekrose des DIEP Lappens ausgewertet.

Schlussfolgerung:

Durch die geringere Arbeitstemperatur (40 – 170 ° vs. 200 – 350 °) und den damit verbundenen geringeren thermischen Gewebeschäden kann sowohl eine verringerte post OP Serombildung als auch ein sichere Präparation des DIEP Lappens erreicht werden. Dieses geschieht in Kombination mit der Bipolar Pinzette. Hierdurch wird eine schnelle aber auch sichere und blutungsarme Präparation ermöglicht. Das PEAK Plasma Blade sollte durch ein verändertes Handling im Vergleich zu herkömmlicher HF Chirurgie nur von einem erfahrenen Operateur verwendet werden.