Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2017; 14(02): A1-A53
DOI: 10.1055/s-0037-1602457
Abstracts
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Therapie von Lokalrezidiven nach Mammakarzinom

L Gabriel
1  Universitätsfrauenklinik des Saarlandes, Homburg, Deutschland
,
M Schmidt
1  Universitätsfrauenklinik des Saarlandes, Homburg, Deutschland
,
A von Heesen
1  Universitätsfrauenklinik des Saarlandes, Homburg, Deutschland
,
S Juhasz-Böss
1  Universitätsfrauenklinik des Saarlandes, Homburg, Deutschland
,
G Schmidt
1  Universitätsfrauenklinik des Saarlandes, Homburg, Deutschland
,
N Kranzhöfer
2  Universitätsklinikum des Saarlandes Onkologie, Homburg, Deutschland
,
EF Solomayer
1  Universitätsfrauenklinik des Saarlandes, Homburg, Deutschland
,
I Juhasz-Böss
1  Universitätsfrauenklinik des Saarlandes, Homburg, Deutschland
› Author Affiliations
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Publication History

Publication Date:
09 May 2017 (online)

 

Einleitung:

Die optimale Therapiestrategie sowie der Stellenwert der Systemtherapie bei Lokalrezidiven des Mammakarzinoms ist unzureichend geklärt. Anhand des eigenen Patientenkollektives sollte der Einfluss der jeweiligen Therapie auf die Rezidivfreiheit untersucht werden.

Methodik:

Retrospektive Auswertung aller Patientinnen mit Lokalrezidiv ohne Fernmetastasierung nach Mammakarzinom im Zeitraum von 2005 bis 2013, die an der Universitätsfrauenklinik des Saarlandes behandelt wurden.

Ergebnis:

Es liegen Daten von 93 Patientinnen mit Lokalrezidiv nach Mammakarzinom vor. Zwischen Erstdiagnose und Lokalrezidiv lagen im Durchschnitt 73,7 Monate. 90 Patientinnen erhielten eine operative Behandlung, 38 Patientinnen eine Chemotherapie, 11 Patientinnen eine Therapie mit Trastuzumab, 54 Patientinnen eine Hormontherapie und 40 Patientinnen eine Radiatio. Das durchschnittliche Follow up betrug 37 Monate. Insgesamt erhielten nur 11 (11,8%) Patientinnen ein erneutes Rezidiv, 5 (5,4%) in Form von einem erneuten Lokalrezidiv und 6 (6,5%) in Form von Metastasen. Es zeigte sich ein positiver Trend hinsichtlich des DFS und des OS für die Patientinnen, welche eine Chemotherapie sowie eine Radiatio erhielten. Zum letzten Beobachtungszeitraum wiesen 11 Patientinnen ein erneutes Rezidiv vor. Detaillierte Ergebnisse in Abhängigkeit von der erhaltenen Therapie sollen auf dem Senologie-Kongress 2017 präsentiert werden.

Zusammenfassung:

Nahezu alle Patientinnen mit einem Lokalrezidiv werden operativ behandelt. V.a. Patientinnen mit einem hormonrezeptornegativem bzw. Her2neu-positivem Lokalrezidiv scheinen von einer Chemotherapie respektive Radiatio zu profitieren. Trotz Lokalrezidiv zeigt sich der Großteil der Patientinnen nach entsprechender Therapie im weiteren Verlauf rezidivfrei.