Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2017; 14(02): A1-A53
DOI: 10.1055/s-0037-1602434
Abstracts
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Epidermale Vakuum-Therapie nach Bauchdeckenstraffung zur Vorbeugung von postoperativen Komplikationen

O Bota
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland
,
N Spindler
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland
,
S Michel
2  Bundeswehrkrankenhaus, Berlin, Deutschland
,
E Aydogan
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland
,
S Langer
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Leipzig, Deutschland
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Publication History

Publication Date:
09 May 2017 (online)

 

Einleitung:

Die wachsende Zahl an übergewichtigen Patienten sowie die Entwicklung der bariatrischen Chirurgie führte zu einer Zunahme der Hautstraffungsoperationen. Die Bauchdeckenstraffung ist eine der häufigsten durchgeführten postbariatrischen Operationen und ist oft von Wundkomplikationen begleitet.

Material und Methoden:

Zwischen September 2015 und Dezember 2016 wurde in unserer Klinik bei 28 Patienten, die eine postbariatrische Bauchdeckenstraffung bekommen haben und als Hochrisiko eingestuft wurden, unmittelbar postoperativ eine epidermale Vakuum-Versiegelung mit 125 mmHg angelegt. Parallel wurden subkutan vier Redon-Drainagen angesetzt, die progressiv nach Fördermenge entfernt wurden. Die Dauer der Vakuum-Therapie war 7 Tage. Mit einem erhöhtem Risiko wurden die Patienten mit einem BMI von > 32 eingestuft. Postoperativ wurde die Wundheilung beurteilt.

Ergebnisse:

Bei angelegtem epidermalem Vakuum-Verband entwickelten sich bis zum Entlassungszeitpunkt keine Wundheilungsstörungen. Des Weiteren wurde keine periläsionale Hautirritation oder Hautnekrose beobachtet. Die Vakuum-Therapie führte zu einer leichteren Wundpflege, zu einer Verbesserung der Wundstabilität sowie zu einem optimalen Flüßigkeitsmanagment der Wunden.

Schlussfolgerung:

Die postoperative angelegte epidermale Vakuum-Therapie nach Bauchdeckenstraffung kann für die Vorbeugung von Wundkomplikationen angewendet werden. Die Verbandstechnik erlaubt eine trockene, stabile postoperative Wundsituation. Insbesondere bei kritischen postbariatrischen Wunden ist dieses Verfahren als fortschrittlich anzusehen.