Fortschr Röntgenstr 2017; 189(S 01): S1-S124
DOI: 10.1055/s-0037-1600476
Poster (Wissenschaft)
Bildverarbeitung/IT/Software/Gerätetechnik/Qualitätsmanagement
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Stand-alone Auswerte-Tool für CT-Perfusion der Leber

H Busse
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Leipzig
,
N Garnov
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Leipzig
,
P Brandmaier
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Leipzig
,
D Seider
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Leipzig
,
T Alhonnoro
2  Aalto University, Department of Neuroscience and Biomedical Engineering, Helsinki, FI
,
M Pollari
2  Aalto University, Department of Neuroscience and Biomedical Engineering, Helsinki, FI
,
T Kahn
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Leipzig
,
M Moche
1  Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Leipzig
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
23 March 2017 (online)

 

Zielsetzung:

CT-Perfusionsparameter können für die Evaluation der Leberdurchblutung (z.B. nach LTX oder Resektion) oder zur Planung von Interventionen hilfreich sein. Bei der Analyse stellen die duale Blutversorgung sowie die Atembeweglichkeit der Leber besondere Anforderungen. Momentan gibt es einige kommerzielle Pakete der jeweilige CT-Gerätehersteller. Hier soll eine Stand-alone Analyse-Software beschrieben werden, die herstellerunabhängig arbeitet.

Material und Methodik:

Ein Matlab-basiertes Tool erlaubt das Einlesen der Perfusionsdaten verschiedener Hersteller im DICOM-Format. Die Bewegungskorrektur erfolgt über eine nichtrigide 3D-Registrierung. Die Daten werden wahlweise als zeitliche Einzelbilder oder als Maximum-Intensitäts-Projektion dargestellt mit der Möglichkeit, durch die Schichten und Zeitpunkte zu scrollen. Der Nutzer muss interaktiv jeweils eine ROI in der Arterie, Pfortader und Milz definieren. Die Perfusionsanalyse findet mittels Maximum-Slope-Methode vollautomatisiert oder mit Nutzer-Interaktion statt. Für drei beliebige ROIs im Lebergewebe werden dann die arterielle Leberperfusion (ALP), Pfortaderperfusion (PVP), die Summe der beiden (TLP = ALP+PVP) und der hepatische Perfusionsindex (HPI) berechnet. Das Tool wurde an 12 Perfusionsdatensätzen mit einer kommerziellen Software (CT Body Perfusion, Siemens) verglichen.

Ergebnisse:

Die aktuelle Version kann Datensätze von drei Geräteherstellern verarbeiten (Philips, Siemens, Toshiba). Die Bewegungskorrektur eines Datensatzes mit 32 Schichten und 30 Zeitpunkten dauerte an einem PC mit einer 6-Kern CPU etwa 8 Min. Die mittleren relativen Abweichungen von PVP und TLP betrugen 10,4% bzw -11,6% (vs. kommerzielle Software).

Schlussfolgerungen:

Das vorgestellte Stand-alone CT-Perfusionstool ermöglicht eine bewegungskorrigierte Auswertung der CT-Perfusionsdaten verschiedener Hersteller.