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DOI: 10.1055/s-0036-1583854
Einfluss von Mealskipping bei ausgeglichener Energiebilanz auf die 24h-Makronährstoffoxidation bei gesunden Probanden
Fragestellung: Die Einschränkung des Kohlenhydratverzehrs in der Abendmahlzeit („Schlank im Schlaf“-Prinzip) oder das Auslassen der Frühstücksmahlzeit sind populäre Konzepte zur Körpergewichtsregulation. Der Einfluss ausgelassener Mahlzeiten auf die Makronährstoffoxidation unter isoenergetischen Bedingungen ist bisher kaum untersucht.
Methoden: Acht gesunde Probanden (4 Frauen und 4 Männer; Alter: 24 ± 3 y, BMI: 24,2 ± 5,0 kg/m2) nahmen an einer laufenden, randomisiert, kontrollierten Ernährungsintervention teil. Verglichen wurde der Verzehr einer isoenergetischen Diät (55% KH, 30% Fett, 15% Protein) in einer konventionellen 3-Mahlzeitenstruktur (Baseline-Tag) mit einem Tag an dem das Frühstück ausgelassen wurde (Frühstück-Skipping, FS-Tag) und einem Tag an dem das Abendessens ausgelassen wurde (Abendessen-Skipping, AS-Tag). Das Bewegungsverhalten der Probanden wurde mittels eines Accelerometers kontrolliert und der individuelle Energiebedarf (ausgeglichene Energiebilanz) anhand des Ruheenergieverbrauchs und der körperlichen Aktivität (physical activity level: 1,35) berechnet. Mit einem Raumkalorimeter (Promethion™-System, Sable Systems; Las Vegas, USA) wurde der respiratorische Quotient (RQ) als Parameter der Makronährstoffoxidation kontinuierlich über 24h gemessen.
Ergebnisse: Der basale RQ06:00 – 07:00 Uhr nach 10h nächtlicher Nahrungskarenz unterschied sich nicht zwischen den Interventionen (Baseline-Tag: 0,835 ± 0,020, FS-Tag: 0,835 ± 0,026, AS-Tag: 0,816 ± 0,027). Am FS-Tag war die Fettoxidation am Vormittag (RQ07:00 – 13:00 Uhr) höher als am Baseline-Tag (Baseline-Tag: 0,855 ± 0,026, FS-Tag: 0,819 ± 0,019, p < 0,01). Im Gegensatz dazu unterschied sich die abendliche Makronährstoffoxidation (RQ19:00 – 01:00) nicht zwischen den Interventionsgruppen. Verglichen mit dem Baseline Tag, war die Fettoxidation über 24h am FS-Tag höher (24h-RQ; B-Tag: 0,852 ± 0,028, FS-Tag: 0,837 ± 0,027, p < 0,01).
Schlussfolgerung: Längere Nüchtern-Phasen am Morgen erhöhen die Fettoxidation über den Tag, sodass das Auslassen der Frühstücksmahlzeit unter isoenergetischen Bedingungen einen positiven Beitrag zur Gewichtsregulation leisten könnte.