Dialyse aktuell 2015; 19(S 01): s26-s27
DOI: 10.1055/s-0036-1571394
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Aktuelle Daten zum Phosphatbinder Sucroferric Oxyhydroxid – Geringere Tablettenlast auch bei längerfristiger Phosphatbinder-Therapie

Ralph Hausmann
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Publication Date:
25 January 2016 (online)

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Dialysepatienten haben ein gesteigertes Mortalitätsrisiko, wenn Parameter des Mineral- und Knochenstoffwechsels erhöht sind [1]. Eine aktuelle Analyse [2] belegt erneut, dass eine Senkung der Phosphat- und Kalziumspiegel die Sterblichkeitsrate reduzieren kann. Allerdings kann die hohe tägliche Tablettenlast durch Phosphatbinder ein Adhärenzhemmnis bei der Kontrolle der Phosphatwerte darstellen. Wie eine aktuelle Studie [3] jetzt belegt, kann mit der neuen Therapieoption Sucroferric Oxyhydroxid die Anzahl der Tabletten bei effektiver Kontrolle der Phosphatwerte deutlich verringert werden.

Den Zusammenhang zwischen dem Mortalitätsrisiko und Parametern des Mineral- und Knochenstoffwechsels belegen verschiedene Studien [1]. So auch eine kürzlich veröffentlichte Analyse der prospektiven Beobachtungsstudie COSMOS [2], in der die Assoziation zwischen den Serumspiegeln an Phosphat, Kalzium und Parathormon (PTH) auf das relative 3-Jahres-Mortalitätsrisiko untersucht wurde, sagte Prof. Markus Ketteler, Coburg. Der Bereich der niedrigsten Mortalität lag für Phosphat bei 4,4 mg/dl, für Kalzium bei 8,8 mg/dl und für PTH bei 398 pg/ml. Eine Senkung der Phosphat- und Kalziumwerte und eine Zunahme der PTH-Werte bei Patienten mit Basiswerten von mehr als 5,2 mg/dl (Phosphat), mehr als 9,5 mg/dl (Kalzium) sowie weniger als 168 pg/ml (PTH) waren laut Ketteler mit einem Überlebensvorteil verbunden.

Diese neuen Daten werden von den Ergebnissen einer offenen Kohortenstudie [1] untermauert, nach der Hämodialysepatienten mit den von der KDOQI (Kidney Disease: Qutcomes Quality Initiative) empfohlenen Werten an Phosphat, Kalzium und PTH das niedrigste Mortalitätsrisiko aufwiesen.