Laryngorhinootologie 2015; 94(11): 776-789
DOI: 10.1055/s-0035-1565096
Die chronische Otitis media
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die chronische Otitis media

Chronic otitis mediaChronic Otitis Media
N. Kohles
,
T. Schulz
,
D. Eßer
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Publication History

Publication Date:
17 November 2015 (online)

Zusammenfassung

Unter dem Begriff „chronische Otitis media“ sind unterschiedliche Pathologien zusammengefasst. Hierbei sind 2 Hauptformen zu differenzieren: Die chronische Schleimhauteiterung (Synonym: chronische mesotympanale Otitis media) und die chronische Knocheneiterung (Synonym: chronische epitympanale Otitis media, Cholesteatom). Die Häufigkeit der chronischen Otitis media wird in der Literatur sehr unterschiedlich angegeben. In vielen Studien werden dabei die Inzidenzen von chronischer mesotympanaler Otitis media und Cholesteatom zusammengefasst [1]. Die Angaben erstrecken sich von 0,45 bis zu 46% für spezielle Populationen [2] [3] [4] [5].

Sowohl die chronische Schleimhauteiterung als auch das Cholesteatom führen durch lang andauernde oder wiederkehrende Entzündungen des Mittelohrs über irreversible Gewebezerstörungen zu einer bleibenden Trommelfellperforation. Weiterhin finden sich eine rezidivierende Otorrhoe sowie eine Schallleitungsschwerhörigkeit. Auch der Adhäsivprozess fällt als geschlossene Form unter den Begriff einer chronischen Otitis media [6].

Abstract

There are 2 different kinds of chronic otitis media: Otitis media chronica mesotympanalis and otitis media chronica epitympanalis (cholesteatoma). The incidence of chronic otitis media as reported in literature differs in a wide range. The incidence rates vary between 0.45 and 46%. Both, otitis media chronica mesotympanalis and cholesteatoma, lead to eardrum perforation due to lengthy and recurring inflammations. Furthermore, chronic otitis media is characterized by frequently recurring otorrhea and conductive hearing loss.