Rofo 2015; 187 - RKSP301_2
DOI: 10.1055/s-0035-1551525

Interventionsradiologie zwischen attraktiver Lücke und lästiger Kompetition

D Vorwerk 1
  • 1Klinikum Ingolstadt, Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Ingolstadt

Kurzfassung:

Interventionelle Radiologen sitzen ein wenig überall zwischen den Stühlen. Der "klassische" Radiologe wundert sich gelegentlich, dass der interventionelle Radiologe einen direkten Patientenkontakt nicht scheut und auch verantwortlich für eine Eingriff zeichnen möchte. Der klinische Kollege beargwöhnt den IR als Konkurrenz, der eventuell mit neuen Verfahren die hergebrachten bedrohen könnte. Bis zur Klärung der Fakten werden daher gerne interventionelle Verfahren gerne erst bekämpft, um sie dann nonchalant ins eigene Portfolio zu übernehmen. Interventionelle Radiologen sind abhängig von guter Bildgebung und einer effektiv arbeitenden radiologischen Abteilung, um alle Informationen an der Hand zu haben. Zum anderen ist die interventionelle Radiologie mit der wichtigste Grund, warum Radiologen aus Fleisch und Blut vor Ort sein müssen und nicht durch virtuelle System ersetzt werden können. Sie tragen direkt zur DRG Wertschöpfung bei und lösen auch zur Unzeit Probleme, mit denen sich klassische operative Disziplinen schwer tun. Wie alle Radiologen, sind auch IRs gezwungen, Netzwerke zu bilden und ihren Service begutachten zu lassen. Daher sind Qualität, ständige Bereitschaft und serviceorientierte Zugewandheit Faktoren, um erfolgreich tätig sein zu können.

Lernziele:

Chancen und Risiken erkennen Netzwerke schmieden Service bieten